14
regelmässig eckig und auf der vorderen Linsenkapsel verschiedene Trübungen, welche
die Papille bei der Augenspiegeluntersuchung nur verschwommen erkennen liessen.
Die Injection war gering.
XX. Fall.
Einem Landmann war auf der Jagd ein Stück Zündhütchen ins rechte Auge
geflogen. Er bekam sofort Schmerz und bemerkte selbst einen Fremdkörper in der
vorderen Kammer. Er kam noch denselben Tag auf die Klinik, und man sah in der
vorderen Kammer am äusseren Rande der Pupille einen glänzenden, fremden Körper,
der in der Iris festhaftete und durch eine IV2 mm. lange Wunde etwas oberhalb des
Mittelpunktes der Hornhaut eingedrungen war. Derselbe wurde gleich extrahiert und
ein Irisprolaps, der durch die Unruhe des Patienten verursacht wurde, abgetragen.
Nach der Operation wurde Atropin eingeträufelt und ein Druckverband angelegt.
Da der Bulbus in den nächsten Tagen hart anzufühlen war, wurde zweimal
eine Blutentziehung mit dem Heurteloup gemacht und energisch atropinisiert
Die Schmerzen waren gering. Eis, welches aufgelegt war, musste wieder entfernt
werden, da es dem Kranken nicht angenehm war.
Nach ca 8 Tagen war die Injection fast ganz verschwunden, man sah die
Linse diffus getrübt und gequollen, Corticalis war nicht ausgetreten. Der Kranke wurde
entlassen, sollte aber mit der Therapie fortfahren, Druckverband u. Atropin weiter
gebrauchen.
Gut 8 Tage später, als sich Patient wieder vorstellte, sah man eine kleine
pilzförmige Wucherung der Cataract in die vordere Kammer ragen, die aber durch
das Colobom Platz hatte. Er wurde mit der Weisung, wie bisher mit der Therapie
fortzufahren, weggeschickt.
XXL Fall.
Ein 23jähriger Musikus war ebenfalls durch einen Zündhütchensplitter im
rechten Auge verwundet. ln der Hornhaut war auf dem Horizontaldurchmesser
3 mm. vom äussern Rande entfernt eine 0/2 mm. lange Wunde, in deren Umgebung
die Cornea rauchig getrübt war. Die vordere Kammer war vollständig vorhanden,
und die kaum verfärbte Iris zeigte an dem oberen, äussern Pupillarrande ein kleines,
dreieckiges Colobom, welches bis halb an den Ciliarrand ging. Den Weg des Fremd
körpers konnte man durch die ganze Dicke der diffus getrübten Linse an einer in
tensiveren, strahligen Trübung verfolgen, ihn selbst konnte man nicht entdecken. Im
Glaskörper waren verschiedene bewegliche Tx’übungen. Limbus und Episcleralgefässe
waren stark injiciert.

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.