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und hatte nur noch geringe Lichtscheu und Thränenfluss, wesshalb ihm Tragen einer
blauen Brille ordiniert wurde.
XL Fall.
Ein ähnliches Unglück hatte ein lßjähriger Schlosserlehrling, dem ein glühen
der Eisensplitter ins Auge flog. Derselbe verursachte eine Cornealwunde im innern,
oberen Quadranten, welche sich bis über den Limbus hinzog, letzterer war stark
injiciert, und der Ciliarkörper in der Gegend der Wunde druckempfindlich. Auch
die Iris war durchschnitten, aber durchaus nicht verfärbt, die Pupille unregelmässig
bis zur Mittelweite dilatiert und von Corticalsubstanz ausgefüllt.
Bei Eis- und Atropinbehandlung verheilte die Wunde in der Cornea, Iris und
Conjunktiva rasch und die Druckempfindlichkeit des Ciliarkörpe.rs verlor sich bald
Die Iris fing endlich auch an, sich im unteren Segment zu diktieren, was in den
ersten 3 Wochen trotz energischer Atropinisierung nicht bewirkt werden konnte, und
da keine Reizerscheinungen mehr vorhanden waren, wurde Patient entlassen und
ambulant weiter behandelt.
XII. Fall.
Ein lßjähriger Knabe hatte sich beim Zündhütchenknallen das rechte Auge
verletzt. Reaction hatte sich nicht eingestellt, aber allmählich war das Sehvermögen
immer schlechter geworden. Als er sich 3 /4 Jahr nachher in Behandlung gab, hatte
er auf dem Auge gute quantitative Lichtempfindung. In der vollkommen getrübten
Linse konnte man bei ad maximum diktierter Pupille eine Narbe in der Kapsel
sehen, welche einer der Hornhaut gegenüberkg, und in der Tiefe der Linse sah man
einen schmalen, schwarzen Fremdkörper.
Es wurde die modificierte Linearextraction gemacht, und die Linse sammt
dem Fremdkörper leicht entbunden. Nach Heilung hatte Patient mit + 3 eine Seh
schärfe von 2 %o.
Ein Nachstaar, der sich ausgebildet hatte, wurde später discidiert, und nun
bekam der Knabe schiesslich mit + 3 eine Sehschärfe gleich 1.
XIII. Fall.
Ein fast 3 jähriger Knabe hatte sich mit einer Scheere ins Auge gestossen.
Die Pupille war adhärent an einer Hornhautnarbe, die ungefähr 4 mm. lang arn
äusseren Rande der Pupille kg. Der freie Rand derselben erweiterte sich aber gut nach
Atropineinträufelung, und die Resorption der graublau getrübten Corticalmassen ging
ohne Zwischenfall vor sich.

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