Maximum mit 5 Bäuschen in der Ambossonde entsprach. Kurz vorher (d . h. bei einem etwas tiefem
Ton) schwang auch die Hammersonde ad maximum; nach kurzer Ruhe zeigte die letztere eine schwächere
Maximalschwingung bei einem Ton von 294,i Schwingungen in der Secunde. Ein zweites Schwingungs-
maximum der Ambossonde wurde bei der Schwingungszahl 343,2 notirl; während desselben schwang
auch noch die Hammersonde, jedoch bei Weitem nicht mehr ad maximum.
Auch diese Versuche zeigen, dass die ; Maximalschwingungen der drei Gehörknöchelchen nicht
gleichzeitig auftreleu, wenn auch die Schwingungszahlen für ihre Maxima nicht weit von einander
entfernt liegen. Es scheint fest zu stehen, dass die Reihenfolge, bei steigendem Ton, ihrer Lage zwischen
Trommelfell und ovalem Fenster entspricht, so dass von naheliegenden Tönen, der tiefere den Hammer,
der mittlere den Ambos und der höchste den Steigbügel in sichtbare Maximalschwingungen versetzt.
Das eingehendere Studium dieser und anderer hieran sich knüpfender Verhältnisse, ganz be
sonders aber die Prüfung des Einflusses der beiden Binnenmuskeln des Miltelohres auf die Schwingungs
verhältnisse der Gehörknöchelchen würde den Gegenstand meiner nächsten Arbeiten bilden, wenn mich
nicht äussere Verhältnisse zwängen, diesen rein wissenschaftlichen Bestrebungen ein Ziel zu setzen.
Prüfung des Katzenohrpräparates. Paukenhöhle von unten geöffnet; Glassonde, 12 Mgrm.
schwer, 9,a Cm. lang, am Hammerstiel befestigt. Alle Gehörknöchelchen in situ; Labyrinth uneröfl'net.
Tonzuleitung durch den Helm der Sirene.
Beobachtung der Hammersonde während jener Zahl.
Schwingungszahl des zugeleiteten
Sirenenions.
70 9S 2 Knoten (3 Mal beobachtet).
1 2 Knoten (3 Mal beobachtet).
223,0 3 Knoten (2 Mal beobachtet).
ohne Knoten, unreine starke Schwingung (2 Mal beobachtet.
529, 4 , 4 Knoten (2 Mal beobachtet).
6 6 Knolen
g57 ;14 1 langer Bausch, 2 Knoten (2 Mal beobachtet).
Unter diesen Maximalschwingungen traten die 3te und 6te als ganz besonders starke und leicht
zu fixirende Schwingungen hervor.
Versuche mit der Müller’schen Flasche.
Unter dem Namen der Müller’schen Flasche verstehen wir jenen Apparat, in welchem Johan
nes Müller „den doppelten Leitungsapparat der Trommelhöhle“ nachzubilden suchte,*) um mit ihm
die Verhältnisse des runden und ovalen Fensters zu prüfen. Sein Verfahren ist, so viel wir wissen, bis
*) Johannes Müller. Handbuch der Physiologie des Menschen Bd. II. pag. 413.
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