werther, und was die epithelartigen bedeckenden Zellen betrifft, so finde ich bloss bei
Q-0. Weber (Chirurg. Erfahrungen S. 363) angegeben, dass zuweilen Cysten mit Epi
thelialbekleidung vorkämen.
C. 0. Weber und Senftleben. (Arch. f. klin. Chir. B. II. S. 137) sind auch die ein
zigen, bei welchen ich erwähnt finde, dass zuweilen eine Membran die Cysten aus
kleide, welche nach Senftlebens Beschreibung aus Fasern besteht, die aus verdichteten
Bindegewebsfasern hervorgehn. Virchow, Volkmann, Billroth dagegen leugnen sowohl
Epithelien als Membran, und auch Senftleben bemerkt, dass er nie Epithelien gefunden
habe. Die Wandbekleidungen nun, welche wir bei unserm Oberschenkelsarkom fanden,
Waren so charakteristische, von dem Geschwulstgewebe verschiedene Gebilde, dass man
s *e unbedingt als eine besondere Membran ansprechen muss, womit freilich nicht ge-
Sa gt sein soll, dass sie nicht aus den Spindelzellen der Geschwulst hervorgegangen
sein können. Was die epithelialen Bildungen betrifft, so beschränke ich mich auf das
hei der Beschreibung der Geschwulst Gesagte.
Klinisches.
Während im Allgemeinen die Sarkome im spätem Lebensalter auftreten, kommt
das myelogene Sarkom überwiegend häufig zur Entwicklungszeit war. 14 von Gray
anfgezählte Fälle von Myeloid geschwülsten (Med. chirurg. Transactions p. 145) fallen
säiiimtlich zwischen das 15. und 30. Jahr, und von 32 von Senftleben (1. c. S. 140)
Züsainmengestellten Fällen kommen 13 auf die Zeit Vom 18.—30. Jahre; keiner fällt
Ut| ter das 9. und nur einer über das 50. Jahr. Auch von unsern 3 myelogenen Sar
komen entstanden 2, das Schenkel- und das libiasarkom, in der Zeit des häufigsten
Auftretens; die 3. aber, das Oberkiefersarkom, bildet eine bemerkenswerthe Ausnahme.
Bie beweist, dass auch das Kindesalter nicht ganz verschont bleibt; denn ihre Ent
wicklung begann schon im 4. Lebensjahre, Am häutigsten kommen die myelogenen
Sarkome an der untern Extremität vor, danach an den Kielern, danach an der obern
Extremität, und zwar sitzen sie an der untern Extremität am liebsten um das Knie
gelenk — von den 32 Fällen Senftlebens entstanden 16 an der untern Extremität,
6 an der obern Tibia- und 6 an der untern Femurepiphyse, 2 am Capitulum Fibulae,
h an der Patella, also alle um das Kniegelenk — während sie an den Armknochen
obere Humerus-Epiphyse vorziehn (5 von 8). Bei beiden Geschlechtern findet
**ich die Neubildung fast gleich häufig.

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