Zellsubstanz einen oder mehrere längliche Kerne, die meist noch dichter granulirt
waren und gewöhnlich mehrere glänzende Kernkörperchen enthielten. Sie waren an
vielen Stellen sehr gross und schön entwickelt und liefen an ihren zugespitzten En
den in Schweife aus, welche oft doppelt so lang waren als der Zellkörper. Die ‘run
den und regelmässigen Zellen waren ähnlich zusammengesetzt, enthielten aber oft
noch mehr Kerne. Die Myeloplaxen waren in den allerverschiedensten Formen und
Entwicklungsstufen vorhanden, von den kleinern runden, sternförmigen, oder
spindelförmigen Gebilden, die von den entsprechenden gewöhnlichen Geschwulst*
elementen nur durch einige Kerne mehr unterschieden waren, bis zu rie
sigen, kernreichen, ganz unregelmässigen Gestaltungen. Auch in ihren Ker
nen sah man vielfach Kernkörperchen. An einem der Präparate, welches fast
nur Myeloplaxen zeigte, hatten sie alle mehr weniger die Spindelform5 es fanden
sich selbst einige von enormer Grösse, die nicht nur die Gestalt sondern auch die
Schwänze der Spindelzellen trugen. Es war freilich immer nur ein Stumpf von den
Fortsätzen übrig geblieben, höchstens halb so lang als die entartete Zelle selbst.
Die Basis der Stümpfe war ebenfalls mit Kernen vollgepfropft, und von den Seiten
sah man oft feine Aestchen sich abspalten. An manchen der Präparate, besonders
an sehr fein ausgefallenen Schnitten, konnte man eine sehr dünne, fasrige Intercellu
larsubstanz naehweisen, welche jede einzelne Zelle umgab und den Rand des Präpa
rates in feinen Franzen überragte. An den dünnsten Stellen fänden sich auch leere
Alveolen aus Intercellularsubstanz, aus denen offenbar beim Präpariren die Zellen
herausgefallen waren. An vielen Punkten waren alle Geschwulstelemente mehr weni
ger mit b etttröpfchen gefüllt, an manchen zu förmlichen Körnchenkugeln umgestaltet,
an einigen sogar ganz im Zerfalle begriffen. Die mikroskopische Untersuchung der
früher erwähnten stark gelb gefärbten Stelle der Geschwulst ergab, dass die gelbe
Färbung auf der Einstreuung von Haufen gelber Zellen in die sonst weisse Grund
substanz beruhte, und dass in Mitten dieser Haufen zuweilen braungelbe oder
schwärzliche, krümlichte Massen lagen, die vertrockneten Blutgerinseln glichen und
den Ausgangspunkt der Färbung abzugeben schienen. Brachte man von dem Inhalt
der Cysten einen Tropfen unter das Mikroskop, so glaubte man meist im ersten
Augenblicke, eine strukturlose Zerfalls-Masse vor sich zu haben, suspendirt in einer
klaren Flüssigkeit, in welcher nur hin und wieder verfettete Zellen von verschiedener
Gestalt schwammen. Bei längerem Betrachten aber tauchten aus der formlosen Masse
blasse Zellcontouren auf und allmählich sichtete sich der ganze Brei zu geformten
zelligen Elementen, die viele Fettkörnchen in sich bargen. Vielfach begegnete man
Pigment in amorphen Abscheidungen und körnigen Massen, sowie rhombischen Hä
matoidinprismen von lebhaft orange- oder rubinrother Farbe. In andern Cysten, wo
die Zellen besser erhalten waren, konnte man alle in der Geschwulst selbst vertrete
nen Formen derselben auch im Cysteninhalt naehweisen.

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