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und Condylomata lata) gemacht, während die späten Formen, wie früher, mit Kalium
jodatum behandelt wurden. Die diätetischen Verhältnisse, unter welche die Kranken
gebracht wurden, blieben ganz dieselben, wie wir sie oben geschildert habendes trat
in der Behandlung überall nur insofern gegen die Schmiercur ein Wechsel ein, als
dass in den Fällen, wo sonst geschmiert worden wäre, nun Sublimat subcutan injicirt
wurde. Als wesentliches Erforderniss, um einen Syphilitischen als geheilt ansehen zu
können, wurde ebenfalls die Abschwellung der Drüsen neben dem Schwinden der
Lokalsymptome angesehen.
Die Zahl der mit Sublirnatinjectionen behandelten und als geheilt entlassenen
Personen ist nur eine geringe, nämlich 7 Männer und 7 Weiber, welche sämmtlich
erst in diesem Jahre wegen Syphilis aufgenommen worden sind. Da erst seit der
letzten Entlassung der unter diese Summe gerechneten Personen ein Zeitraum von
6 Wochen verstrichen ist, so ist es unmöglich, auf diese Weise über das Auftreten
von Recidiven Schlüsse ziehen zu wollen. Bemerkt sei nur, dass bis jetzt (Ende Juli)
kein Recidiv bei diesen Personen zu meiner Kunde gekommen ist, mit Ausnahme
einer Person, welche in Altona irn Krankenhause Ende Juni mit Iritis und Condy
lomen auf der Iris behaftet, aufgenommen worden ist, wie Hr. Dr. Weiland jr. mir
mitzutheilen die Güte hatte. Diese Person, Wilhelinine K., welche seit mehreren
Jahren als Schenkmädchen in verschiedenen Wirtschaften gedient hatte, war schon
im vorigen Jahre in Altona wegen Condylomata lata an den Labien mit der Schmier
cur behandelt worden. Am 19. December wurde sie von einem todten Kinde im
6ten Monate der Schwangerschaft entbunden. Im Februar dieses Jahres wurde sie
wegen mehrerer Papeln an den Schamlippen, Plaques muqueuses auf beiden Gaumen
bögen, indolent geschwollenen Inguinaldrüsen, sowie wegen mehrerer Ulcera an der
Epiglottis hierselbst aufgenommen; es musste im Ganzen 0,567 Sublimat injicirt wer
den, ehe sie als geheilt entlassen werden konnte. 2 Monate nach iher Entlassung
wurde die K, wie bereits erwähnt, in Altona ins Hospital mit einem Recidiv wieder
aufgenommen.
Betrachten wir nun zunächst die Aufenthaltsdauer, der mit Sublirnatinjectionen
behandelten 14 Personen in derselben Weise, wie wir dies bei den mit der Schmier-
cur behandelten Kranken in Tab. VI. gethan haben.

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