ersten Tagen des Jahres 62 wurde die L. mit Syphilis später Periode wieder aufge
nommen; es fanden sich verschiedene Geschwüre an mehreren Körpertheilen, so na
mentlich ein grösseres auf der rechten Scapula u. an der Innenfläche des rechten Ober
schenkels, sowie eine tiefgreifende Verschwärung des rechten vorderen Gaumenbogens.
Nach 56tägigem Gebrauch des Kalium jodatum wurde Pat. als geheilt entlassen.
Louise A., Dienstmädchen 18 Jahre wurde mit Plaques muqueuses auf beiden
Tonsillen aufgenommen. Drüsen am Hals geschwollen, Inguinaldrüsen nicht ge
schwollen. An den Genitalien keine Veränderungen — hymen imperforatum. Nach
66tägiger Schmiercur konnte Patientin als geheilt entlassen werden. Nach 12 Mona
ten kehrte die A. mit folgenden Erkrankungen ins Hospital zurück: Auf beiden vor
deren Gaumenbögen Plaques muqueuses, Tonsillen stark geschwollen, Drüsen am Hals
geschwollen, am Kinn eine Rupia-Borke. Nach 68tägiger Anwendung der Schmiercur
konnte die A. wieder als geheilt entlassen werden. Diesmal hielt jedoch die Heilung
nicht so lange Stand und schon nach 8 Monaten wurde die A. mit einem Recidiv
aufgenommen, das der sogenannten späteren Periode angehörte An der Stelle näm
lich am Kinne, wo während der letzten Aufnahme schon eine Rupia-Borke bemerkt
worden war, hatte sich jetzt ein Geschwür von ungefähr Taubeneigrösse entwickelt;
aus der Nase stinkender Ausfluss.*) Nach 30tägigem Gebrauch des Kalium jodatum
in der oben angegebenen Dosis konnte Patienten als geheilt entlassen werden.
Rosa R., Dienstmädchen wurde aufgenommen mit Condylomata lata an beiden
‘Labia majora und am Anus. Nach 55tägiger Schmiercur konnte dieselbe geheilt ent
lassen werden, jedoch schon nach 3V2 Monaten wurde sie wieder aufo-enommen mit
Condylomata lata an den Labien, Rhagaden zwischen den Zehen und Plaques tnuqueu*
ses auf den Tonsillen. Nach 73 Tagen konnte Patientin als geheilt entlassen wer-
den. (Diese Pat. erhielt ausnahmsweise Hydrarg. chlorat. corrosivum 0,3 pro die)-
Nach 372 Jahren wmrde die K. wieder aufgenommen mit einer Ozaena syphilitica*
Aus der Nase kam eine sehr übelriechende eitrige Masse hervor; auf der Nasen
schleimhaut tiefgreifende Geschwüre. In diesem Falle genügte schon die 14tägig e
Anwendung des Kalium jodatum sowie Ausspülen der Nase, um vollständige Heilung
zu erzielen.
Doris R., aufgenommen mit einem Gummiknoten am Scheitelbein, Nachts be
sonders heftige Schmerzen in demselben, so dass die Anwendung von Morphium m*
dicirt war. Nach 72 Tagen, während welcher Zeit Patientin Kalium jodatum gebraucht,
*) Bei eitrig Stinkendem Ausfluss aus der Nase ist mehrere Male täglich -wiederholtes Ausspülen < ler
Nase mittelst eines Irrigators mit lauwarmem Wasser das beste Mittel, um den für den Patienten und dessen
Umgebung lästigen Gestank zu beseitigen.

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.