Tab. Y.
Anzahl
der Recidive.
bei Personen.
2
1
Eintritt der einzelnen Recidive,
Monate nach der Entlassung.
1stes.
5 resp 8
3
2 tes.
13
3 tes.
14
Wenn es nun auffällig erscheint, dass verhältnissmässig eine so grosse Zahl
von p. p. von Recidiven befallen wurde, so möchte Folgendes zu berücksichtigen sein:
Erstens, ob nicht das Leben, welches diese Personen führen, Anlass giebt zu häufigeren
Recidiven und zweitens, ob der eine Fall, welcher 3 mal mit Condylomata lata aufge
nommen, wirklich als Recidiv zu rechnen; ob nicht vielmehr eine neue Infection statt
gefunden hat, welcher sich diese Personen jeden Tag aussetzen. Da bekanntlich das
erste Symptom einer syphilitischen Infection oft nur in Gestalt einer Papel an den
Geschlechtstheilen der Frauenzimmer auftritt, deren syphilitische Natur im Anfang oft
schwer zu erkennen ist, so wäre bei einer p. p. trotz wöchentlicher vorgeschriebener
ärztlicher Untersuchung der Fall nicht undenkbar, dass eine neue Infection in ihren
Anfangsstadien unbemerkt geblieben. Es ist nämlich zu auffallend, eine wie lange
Zeit zwischen der jedesmaligen Aufnahme gelegen, nämlich 13 resp. 14 Monate, während
bei den anderen Frauenzimmern das Recidiv spätestens nach 8 Monaten erfolgte, wo
bei noch zu bemerken, dass ein Dienstmädchen, erst nachdem es schon mehrere Wochen
hindurch Genitalaffectionen oder sonstige Symptome von Syphilis bemerkt hat, einen
Arzt consultirt.
Unter den Recidiven möchten folgende Fälle einiges Interesse bieten:
Das Dienstmädchen Rebecca ß. wurde aufgenommen mit zahlreichen vielen
Eiter absondernden Geschwüren, die besonders an den Labia minora sitzen. Labia
majora, besonders minora stark ödematös; Inguinaldrüsen etwas geschwollen. Zur
Feststellung der Diagnose wurden mit reichlichem Eiter 4 Impfstiche auf dem Ober
schenkel gemacht. Nach 4 Tagen, während welcher Zeit die Geschwüre nur lokal be
handelt wurden, war von den kleinen Stichen fast Nichts mehr zu sehen und wurde
nun mit der Schmierern- begonnen. Nach 30 Tagen wurde ein plattes Condylom auf
der glans clitondis, sowie Plaques muqueuses auf dem rechten vorderen Gaumeiibogen
bemerkt; 77 läge nach Beginn der Schmiercur konnte Patientin als geheilt entlassen
werden, insbesondere war keine Drüsenanschwellung mehr vorhanden. 3 Monate nach
der Entlassung wurde Patientin wieder aufgenotnrnen mit folgender Erkrankung:
Zwischen allen Zehen des rechten Fusses Rhagaden, an den Labia majora mehrere,

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.