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1) eine Portion der Untersuchung auf Harnstoff unterworfen und zwar wurde
dieselbe bei massiger Hitze auf dem Wasserbade weiter eingedampft und mit concen-
trirter Salpetersäure versetzt
Der so gefällte salpetersaure Harnstoff wurde nach bekannter Weise weiter
gereinigt und umkrystallisirt. Es zeigten sieh nun die bekannten rhombischen Tafeln
des salpetersauren Harnstoffes, die in Wasser gelöst mit Salpeters. Quecksilberoxyd einen
weissen Niederschlag und ferner mit Quecksilber und Salpetersäure erhitzt eine farb
lose Gasentwicklung gaben, so dass die Existenz des Harnstoffs als erwiesen zu
betrachten war, wie denn auch früher schon in der frischen Lymphe von Prof. Hen-
sen und Dr. Jürgensen derselbe nachgewiesen war.
Von ersterem wurde der Harnstoff in einer Portion frischer Lymphe von
1500 Ccm. annähernd zu 0,01 Gramm bestimmt.
2) wurde eine Quantität zur Bestimmung von Zucker untersucht.
Allerdings wurde bei der Trommerschen Probe eine Reduction von wenigem
Kupferoxyd erlangt; doch müsste es als unberechtigt zurückgewiesen werden, daraus
a uf die Anwesenheit von Zucker zu schliessen, namentlich da in der frischen Lymphe
os den Herren Hensen und Jürgensen ebenfalls nicht gelang, Zucker nachzuweisen.
3) wurde der Rest noch auf Tyrosin und Leucin untersucht, da beide Körper
In ä unreinen Zustande in Alkohol weit löslicher sind.
Es wurde zu dem Ende nach der Methode von Frerichs und Städeler verfahren,
bhe Masse wurde mit Bleiessig versetzt so lange ein Niederschlag entstand, das Blei
,n it Schwefelwasserstoff entfernt, die Flüssigkeit alsdann filtrirt und eingedampft.
Der Rückstand löste sich vollkommen in absoluten Alkohol, was schon das
Vorhandensein irgend welcher Mengen Tyrosin’s ausschliesst.
Nach dem Verdampfen des alkoholischen Filtrats wurde der Rückstand in
Ammoniak gelöst und mit Bleizuckerlösung versetzt. Der entstandene Niederschlag
wiederum mit S H behandelt, die Flüssigkeit filtrirt und abgedampft.
Es schieden sich alsdann mikroskopisch kleine Krystalle in jenen strahligen
Gebilden, wie sie von Funke und Robin als Leucin abgebildet worden sind, ab, die
beim Erhitzen im Probirglase zu einem öligen Tropfen zusammenschmolzen unter
dem Geruch nach Amylamin, so dass dieselben wohl als Leucin anzusprechen waren,
Namentlich da auch die Scherersche Probe für dasselbe sprach.
Zur Entscheidung ob in dem wässrigen Auszuge sich noch Extractivstoffe
befanden, wurde ein Theil des nach Coagulation des Eiweiss erhaltenen Wasser-
extract’s einer weitern Behandlung mit Barytwasser, basisch essigsaurem Blei und
^ssigsaurem Kupfer nach den bekannten Methoden ausgesetzt, ohne irgend welche
Resultate zu erhalten.
Erschwert wurde die Untersuchung durch die Anwesenheit der grossen Salz-
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