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lmuser 1 ), der zuerst (1858) darauf aufmerksam gemacht hat, dass die Kinder von Erstgebärenden
«lenen von Mehrgebärenden an Gewicht, nachstehen, sehliesst sich im Wesentlichen Hecker an, hebt
aber noch als besonders bedeutsam für diesen Punkt hervor, dass bei Erstgebärenden die Sehwan-
gerschaf'tsdauer eine kürzere sei als bei Mehrgebärenden. Auch Duncan spricht nur von dem
Einfluss des Alters der Mutter, nicht etwa von dem des Wachsthums; doch liegt gewissermassen
'«iplicite darin enthalten, dass es das Wachsthum ist, welches bewirkt, dass jüngere Mütter leich-
* eie Kinder gebären als ältere; denn welcher andere Umstand sollte diesen Einfluss des Alters
erklären?
Wenn man sagt, dass das Durchschnittsgewicht der aus der ersten Schwangerschaft ent
sprungenen Neugeborenen ein geringeres sei als das der aus wiederholten Schwangerschaften her-
vorgegangenen, so lässt das natürlich keinen Schluss auf den Einfluss des Wachsthjuns zu. da die
Erstgebärenden zum grossen Theil schon ihr Wachsthum vollendet haben, und da, wenn wirklich
ein solcher Einfluss vorhanden wäre, derselbe bei Vergleichung des Mittels aus den Gewichten der
Kinder sämmtlicher Erstgebärender mit dem Mittelgewicht der Kinder Zweit- und Drittgebä»
render u. s. w. nur verdeckt werden kann. Will man diese Frage entscheiden, so wird es noch
n »cht einmal genügen, nach Duncan’s Vorgang Altersgruppen zu machen, sondern man wird die
Neugeborenen, zunächst von Erstgebärenden, genau nach den Jahren der Mutter ordnen und nun
® aa Mittelgewicht der Kinder löjähriger mit dem der Kinder 16-, 17-, 18jähriger u. s. f. verglei-
°hen müssen. Dass auch dieses nur annähernd zum Ziele fuhren würde, ist klar: zu einer sichern
Entscheidung der Frage würden genaue Beobachtungen der resp. Mütter und Bestimmungen dar-
öl) er, ob sie ihr Wachsthum schon vollendet haben, oder ob dasselbe noch fortschreitet und viel-
Kicht auch während der Schwangerschaft noch fortschreitet, nothwendig sein.
Aus Duncans Tafeln geht nun wenigstens das hervor, dass nicht nur das Gewicht der aus
^ e >' ersten Schwangerschaft entsprungenen Neugebornen geringer ist als das der aus späteren, son-
( Krn dass auch die ersten Kinder von Müttern von 15 bis lfl Jahren leichter sind als die ersten
Kinder von älteren Müttern, und Duncan kommt zu dem Schluss®): The weight of the children
° f Primiparae varies according to the law of the age of mother. Allerdings sind die Unterschiede
der Gewichte im Ganzen nicht bedeutend. Um so mehr würde es von Interesse sein, zu erfahren,,
dm* Wachsthum bei Menschen während der Schwangerschaft fortschreitet oder nicht.
Was die Dauer der ersten Schwangerschaft betrifft, so haben wir bei den Meerschweinchen
‘»clit ermitteln können, ob sie kürzer sei als diejenige der folgenden. Bei diesen Thieren kann
• er a uch die Schwangerschaftsdauer für die Erklärung der geringeren Production bei der ersten
«'hwangerschaft nicht in Betracht kommen, da sich hier dieselbe nicht in geringerem Gewicht,
ändern in der kleineren Zahl der Früchte äussert. Bei Menschen würden wir allerdings in der
kürzeren Dauer der ersten Schwangerschaft 3 ) eine genügende Erklärung für das geringere Gewicht
«ler ersten Neugeborenen haben: es würde sich hier zunächst um die sichere Feststellung dieser
natsache, dann aber auch um die Erklärung derselben handeln. Es liesse sich auch hier ein
j *) Frankenhäuser. Ueber einige Verhältnisse, welche auf die intrauterine Entwicklung der Fruchte Einfluss haben,
"aische Zeitschr. für Medicin und Naturwissensch. Bd. in. Heft III.
a ) Duncan a. a. O. pag. 47.
*) Frankenhaeusef a. a. O. pag. 185.

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