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habe, weil sic hin ihr eine grössere Zahl von Daten vereinigen liess als in irgend einer der vorigen.
Diese Tabelle zeigt von 11 Thieren den ersten, von 6 derselben den zweiten und von dreien auch
den dritten \\ urt. Dine kleinere Tabelle (Tab. IX.), welche ich derselben angefügt habe, zeigt die
aus den Daten der Tabelle VIII. berechneten Mittelzahlen, nebst einer Berechnung des Verhält
nisses zwischen dem Gesammtgewicht der Jungen und dem Gewicht der Mutter bei jedem Wurf.
Aus diesen Tabellen geht nun Folgendes hervor:
1. Jedes Thier producirte in der zweiten Schwangerschaft mehr Material in seinen Jungen
als in der ersten, auch wenn die Zahl der Jungen die gleiche war, und in der dritten mehr als in
der zweiten.
2. Im Mittel ist das Gesammtgewicht der Jungen beim zweiten Wurf beträchtlich grösser
als beim ersten, beim dritten grösser als beim zweiten.
3. Im Mittel ist die Zahl der Jungen beim zweiten Wurf grösser als beim ersten, beim
dritten grösser als beim zweiten.
4. Im Mittel ist das Verhältniss des Gesammtgewichts der Jungen zu dem Gewicht der
Mutter beim ersten Wurf geringer als beim zweiten, beim zweiten geringer als beim dritten.
Der erste Satz erleidet, wie die Tab. VIII. zeigt, keine einzige Ausnahme, und gewinnt
dadurch trotz der geringen Zahl dieser Beobachtungen an Bedeutung. Für diese Reihe von
Beobachtungen ist er jedenfalls unbedingt richtig. Der zweite Satz würde direct aus dem ersten
folgen, wenn von allen Thieren der zweite und dritte Wurf beobachtet wäre und auch dann noch
der erste Satz sich als richtig erwiese. Da dieses nicht der Fall ist, so musste er noch besonders
hervorgehoben werden. Da ferner einzelne Thiere beim ersten Wurf mehr Gewicht in ihren Jun
gen producirten als andere beim zweiten, so kann der zweite Satz in seiner Allgemeinheit nach an-
gefoch ten werden.
Im Durchschnitt ist das Gewicht der einzelnen Jungen bei dem ersten Wurf grösser als
beim folgenden. Wenn trotzdem das Gesammtgewicht der Jungen beim ersten Wurf kleiner
ist, so kann dies nur dadurch bedingt sein, dass beim ersten Wurf eine geringere Zahl von Jungen
zur Welt kommt als bei den folgenden. In der That zeigt auch die Tabelle IX., wie es auch der
dritte Satz ausspricht, dass dieses der Fall ist, dass beim ersten Wurf die Zahl der Jungen im
Mittel 2,27, beim zweiten 3,16, beim dritten 4,0 beträgt. Allerdings haben 4 Thiere (Tab. Vlfl-)
beim eisten Y\ urf 3 Junge bekommen, also eben so viel wie andere beim zweiten. Indessen zeigt
sich doch jedenfalls, dass die Procentzahl der Thiere, welche mehr als zwei Junge bekommen, mit
dem Alter zunimmt. Beim ersten Wurf brachten von 11 Thieren 4, also 36,36 Procent, beim zwei
ten von 6 Thieren 4, also 66% Procent, beim dritten alle Thiere, also 100 Procent mehr als zwei
Junge zur W r elt. Uebrigens scheint auch bei den Erstgebärenden ein gewisser Einfluss des Alter 3
auf die Zahl sich geltend zu machen: von 6 Erstgebärenden, welche 107 Tage oder darunter alt
waren, brachte ein Thier, also 16,67 Procent, von vieren, welche 111 bis 145 Tage alt waren,
brachten drei, also 75 Procent, mehr als zwei Junge zur Welt. Von den letzten vieren kann man
mit einigem Grund annehmen, dass sie erst bei der zweiten, zürn Theil vielleicht sogar erst bei d er
dritten Brunst befruchtet worden sind, und sicher ist, dass sie beim Beginn der Schwangerschaft
schon beträchtlich schwerer waren als die meisten der andern sechs.
Das Hauptresultat würde also das sein, dass die Meerschweinchen, als Thiere, die in der
Norm mehr als ein Junges zur Zeit zur Welt bringen, während der ersten und zweiten Schwanger-

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