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Voraussetzung richtig ist, oder ob nicht vielmehr, abgesehen von andern beeinflussenden Neben
umständen, bei dem Wachsthum eine Abhängingkeit vom Anfangsgewicht angenommen und deshalb
bei einer Vergleichung verschiedener Thiere mit einander auf dieses reducirt werden muss, in der
Weise, dass man z. B. anzunehmen hätte, ein Thier, welches ursprünglich 80 Gramm wog, habe
eben so viel zugenommen, so oft es 8 Gramm gewinnt, wie ein anderes, welches ursprünglich lOO
Gramm wog, so oft es 10 Gramm gewinnt. Es würde mich zu weit und zu sehr in die Bespre
chung des Wachsthums im Allgemeinen hinein führen, wenn ich hierauf näher eingehen wollte;
auch ist es zu schwer, hierin eine Entscheidung zu treffen, als dass ich es wagen dürfte, dieses
hier selbstständig zu versuchen. Eine herrschende Ansicht aber, an die man sich anschliessen
könnte, scheint noch nicht zu bestehen. Das Wachsthum ist überhaupt ein noch so wenig bebautes
Gebiet, dass man in den Handbüchern der Physiologie vergebens sucht, sich zu orientiren; es
scheint mir charakteristisch zu sein, daSs selbst in dem umfangreichen Lehrbuch der Physiologie
von Funke sogar das Wort „Wachsthum“ im Inhaltsverzeichniss fehlt. Das einzige Werk, h 1
welchem ich etwas über das Wachsthum im Allgemeinen gefunden habe, ist Quetelet: sur l’homme
et le ddveloppement de ses facultes, au essai de physique sociale, Bruxelles 183th Doch finde ich
auch hier Nichts, was diese Frage sicher entscheiden könnte. Vielleicht wird jedoch das Richtige
in der Mitte liegen und sich überhaupt keine bestimmte Regel dafür aufstellen lassen, wenigstens
nicht, so lange nicht sehr grosse Zahlenreihen zu Gebot stehen. Dem sei nun wie ihm wolle, ich
gebe diese Tabelle, ohne eine Entscheidung treffen zu wollen, nur um zu -zeigen, wie sich das
Wachsthum der Weibchen, verglichen mit dem der Männchen, darstellt, wenn man auf das An
fangsgewicht reducirt. Das geschieht aber ohne Zweifel, wenn man, wie in dieser Tabelle das
Verhältnis^ zwischen Männchen und Weibchen zu verschiedenen Zeiten berechnet und aus der
Aendcmng-.dkaes Verhältnisses-auf -die-Versehiedenheit-des-AVirchsthums bei beiden schliesst.
Die Tabelle zeigt nun, dass bei Beginn der Schwangerschaft das Verhältniss zwischen
Männchen und Weibchen sich durchweg seit der Geburt so geändert hat, dass die Weibchen
Tabelle VII.
des Männchen
Nr. 9 zum
Weibchen
Nr. 10.
V erhält ni'irs
des g
Nr. 12
zum
© Nr. 13.
des ' g
Nr. 14
zum
© Nr. 13.
des g
Nr. 17
zum
© Nr. 16.
des g
Nr. 21
zum
© Nr. 19.
des g
Nr. 23
zum
© Nr, 22,
Mittel.
Bei der Geburt,
1 : 0,917
l; 0,982
Bei Beginn der
Schwangerschaft der
Weibchen.
1 :0,942
1:0,873
Nach der ersten
Entbindung der
Weibchen.
1: 0,799
1:0,998 ! 1:0,941
1 :0,845
1:0,887
1:0,904
1 :0,772
1:0,931
: 0,896 ')
1: 0,892
1:0,825
1 :1,014
1:0,925
1 :0,873
1 :0,752
1 ; 0,933
1 :0,848
) Man könnte hieraus, wie aus den Paten der früheren Tabellen schliesseu, dass die Weibchen hei der Geburt >>

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