Jedem ein. ') Allerdings wird man sagen, dass auch das männliche Geschlecht-, immer weit mehr
Gilda gsmaterial erzeugt, als zu einer einmaligen Befruchtung verwendet wird: trotzdem wird
Niemand bezweifeln, dass es weder bei Thieren noch bei Menschen jemals dgm vom weiblichen
Göschlechte in den Embryonen nebst Placenten und Einhüllen oder den Eiern (bei Vögeln u. s. w.)
erzeugten Material gleichkommt. Bei den Thieren, welche nur zu gewissen Zeiten brünstig werden,
ti'Ut dieses allerdings deutlicher hervor als bei Menschen. Eine Erklärung dafür zu finden, weshalb
an Jas weibliche Geschlecht in dieser Beziehung so viel höhere Ansprüche gestellt werden als an
«fce männliche, dürfteschwierig sein. Uebrigens ist hier auch nicht der Ort, auf dieses Verhältnis
»aber einzugehen. Ich begnüge mich, auf die Thatsache hingewiesen zu haben, auf welche übrigens
mich Funcke a ) aufmerksam macht, halte mich aber danach um so mehr berechtigt, die Sätze, welche
LencUart für die Eltern aufstellt, auf die Mutter allein zu beziehen und auf die Schwangerschaft und
die Wechselbeziehung zwischen dieser und dem individuellen Haushalt der Mutter anzuwenden.
Werfen wir zunächt einen kurzen Blick auf die Verhältnisse bei erwachsenen Thieren,
So sind hier in Betreff des Einflusses der Schwangerschaft auf den Haushalt der Mutter a priori
zwei Fälle denkbar: Entweder das Thier wiegt nach vollendeter Schwangerschaft, d. h. nach der
Entbindung, ebenso viel wie vor dem Beginn derselben, oder es wiegt weniger, während das Ge-
wmht der Jungen vorläufig in beiden Fällen als gleich angenommen wird, — entweder also das
Eildungsmaterial, welches es erzeugt hat, ist ein reiner Ueberschuss, oder es hat ihn erzeugt auf
Kosten seines eigenen Gewichts. Ausserhalb der Schwangerschaft hat das Thier nur so viel Stoffe
Hus der aufgenommenen Nahrung zu assimiliren, als nötliig sind, um das Körpergewicht auf der
ei ninal erreichten Höhe zu erhalten; während der Schwangerschaft muss es so viel mehr resorbiren
a K nöthig ist, um den Aulbau des Foetus und seine Ernährung bis zur Reife zu ermöglichen, und
es immer sehr möglich, dass in solchen Fällen, wo die Zufuhr von Nahrung nicht ausreicht,
° dei ' die Resorption auf irgend eine Weise gestört, oder wo der Stoffverbrauch erhöht ist, ein
K'eil der Stoffe, welche sonst zur Erhaltung des Körpergewichts der Mutter verwandt werden
•nässten, auf die Ausbildung des Foetus verwandt und der Oekonomie des mütterlichen Organismus
e ntzo.
Schaft
gen würde, dass also das Gewicht der Mutter in solchen Fällen während der Schwanger
sänke.
Die erwachsenen Meerschweinchen, welche ich beobachten konnte, behaupteten in der Regel
llu ' Körpergewicht während der Schwangerschaft oder nahmen sogar an Gewicht zu; nur in zwei
fallen fand eine Verminderung des Körpergewichts statt und in diesen beiden Fällen waren die
Thi
kei
lei ’e ohne Zweifel krank. Ueber den Einfluss einer mangelhaften Ernährung haben wir direct
° U;e Untersuchungen angegtellt; die Thiere wurden beständig gut gefüttert. Auch bei Menschen
a gnn. w
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og, 4 Junge, deren Gewicht zusammen 299 grm. betrug, ein anderes von 070 grm. gebar 4 Junge zum Gewicht
gnn.
r) Nach Paolo Mantegazza (Ricerche sullo sperma umano in der Gazetta mcdica Italiana Lombardia August 1866)
Schn aBt die Quantität des bei einer Ejaculation entleerten Samens bei einem jungen Manne von 80 Kilogramm Gewicht dureh-
"'ttlicb 6 Ccm., bei einem Hunde 10 Ccm. Bei Menschen wird die Quantität um so geringer, je öfter die Ejaculation
ue "'ii'kt wird.
ger’ ^ Funke. Lehrb. d. Physiol. Bd. II pag. 986: „Die Quantität der Zeugungsausgaben ist beim Manne bei Weitem
m ger als l )e i m Weibe.“

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