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Aufträge und unter Anleitung des Herrn Professor Hensen stellte ich während eines Jahres,
v °» Ostern 1865 bis Ostern 1866, Untersuchungen an den Meerschweinchen des Kieler physiolo
gischen Instituts an, welche ursprünglich der Erforschung des embryonalen Stoffwechsels dienen
s °Hten und unter andern in täglichen Wägungen der genannten Thiere bestanden. Eben durch
'liese Wägungen wurden wir nun fast unwillkürlich auch auf ein anderes Gebiet geführt, nämlich
!lu f dasjenige des Wachsthums; und namentlich musste bei diesen Thieren, die sehr früh trächtig
"erden, die Frage nach dem Einfluss der Schwangerschaft auf das Wachsthum und umgekehrt
teilungen im Allgemeinen noch zu keinem Abschluss gediehen, so haben sie doch in dieser einen
Achtung so viel Material geliefert, dass ich mich berechtigt halte, daraus einige Schlüsse zu ziehen,
üllt * Herr Professor Hensen hat mir mit grosser Freundlichkeit gestattet, diesen Punkt aus dem
Hebrigen herauszugreifen und die Beobachtungen darüber für sich zu veröffentlichen, wofür ich
11 a n dieser Stelle meinen herzlichsten Dank sage.
Hie Meerschweinchen eignen sich zu Studien über die Wechselbeziehungen zwischen
Wachsthum und Schwangerschaft ganz besonders, weil sie häufig schon im Alter von 30 bis 40
Wgen zum ersten Mal brünstig werden und weil die Schwangerschaftsdauer eine so kurze ist,
dass in der Regel die beiden ersten Schwangerschaften in die Wachsthumsperiode hineinfallen, ein
instand, der dadurch noch begünstigt wird, dass die Thiere häufig gleich nach einer Entbindung
le der belegt werden.
Has letztere Verhalten ermöglicht es uns auch, die Dauer der Schwangerschaft annähernd
Zu bestimmen, was wiederum für die Bestimmung des Eintritts der erten Brunst von Bedeutung
Die kürzeste Dauer von einer Entbindung bis zur nächsten, die von uns beobachtet wurde,
Q *' u g 63 Tage; einmal betrug sie 64, zweimal 65, einmal 66, sechsmal 67 und zweimal 68 Tage,
j eie Male betrug sie 73, 76, 96 Tage u. s. w.: in diesen Fällen aber muss man annehmen,
Ss ( 'ie Conception erst einige Zeit nach der Entbindung erfolgt sei. In dem Fall, wo die Dauer
g j ^ läge betrug, starben 4 der 6 Jungen gleich nach der Geburt; dieselben waren also wahr-
^ j e mlich nicht völlig ausgetragen. In den andern Fällen wurden immer ausgetragene Junge
°i - en, so dass man als die normalen Grenzen der Schwangerschaftsdauer die Zahlen von 64 und
sei ^ Gn unne * lmcn kann. Da aber in 9 von 13 Fällen die Dauer zwischen 66 und 68 Tagen
Vva "kte, so kann man wohl mit einigem liecht die mittlere Schwangerschaftsdauer gleich 67 Tage

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