„dass das Kind den Mund gut zu öffnen und zu essen vermag“ und „dass es fröhlich und gesund
aussehend sei“.
In dem dritten Fall No. 64 genügte die einmalige Resection eines 2 Cm. langen Stückes
nicht, um an Stelle der absoluten Klemme genügende Beweglichkeit zu schaffen; vielmehr musste
später noch ein reichlich 1 Cm. langes Stück mehr resecirt und die nächsten Zähne extrahirt
werden. Jetzt vermag Patientin ihre Zahnreihen 13 Mm. weit von einander zu bringen und g ut
zu essen.
Die 3 Fälle mögen den Nutzen der Resection für die unglücklichen mit Kieferklemnie
behafteten Individuen wieder einmal bestätigen.
Die osteoplastische Resection des Unterkiefers war von Tod gefolgt. Patient war ein
ziemlich alter, durch reichlichen Branntweingenuss heruntergekommener Mann und entschloss Herr
Prof. Esmarch sich überhaupt nur noch zur Operation, um eventuell seine hochgradigen Leide»
zu vermindern.
Der Fall 67 ist ein Seitenstück zu dem von Blasius operirten, cfr. Volkmann im Handbuch
der Chirurgie II, 2 1. pag. 462. Auch die Operation ward in ähnlicher Weise vorgenomnien.
Die Geschwulst nahm den aufsteigenden linken Ast ein. Nachdem durch Explorativinscision die
Diagnose gestellt war, ward die vordere Knochenwand mittelst des Meisseis ganz resecirt, die Höhle
mit grabenden Instrumenten rein evacuirt, dann das ferrum candens auf die ganze Fläche appli°’ rfc
und auf den Schorf noch wieder mit liquor ferri getränkte Charpie aufgelegt. Patientin, die H®
Januar d. J. operirt wurde, konnte Ostern fast geheilt entlassen werden. Vor Kurzem stellte s,e
sich wieder vor, Fistel führte auf nekrotischen Knochen, von Recidiv keine Spur zu bemerken-
Patientin konnte nicht zur Operation der Necrose bleiben.
Der Fall 68 war interessant durch die Art und Weise der Ausdehnung des Tumors-
Das Mittelstück war durch eine Geschwulst stark verdickt, die dasselbe an seiner obern, vorder»
und hintern Fläche umgriff, die untere war gesund erhalten und konnte man deshalb auch hiC
einen Theil des Mittelstücks bei der Exstirpation erhalten, behufs deren der ganze proc. alveolar* 3
zwischen den beiden Eckzähnen und die vordere und hintere Fläche der mandibula entfernt werden
mussten. Weiter hinten, entsprechend den hintern Backzähnen jeder Seite, fanden sich dann n° c ^
zwei weitere, reichlich halbwallnussgrosse Tumoren an der Aussenfläche des Knochens, links et»'» 3
auf den absteigenden Ast übergreifend, die anscheinend durch kleine Fortsätze mit dem vorder»
Zusammenhängen. Auch diese wurden, nachdem sie durch Spaltung der Untererlippe in der Mittel'
linie zugänglich gemacht waren, mittelst des Meisseis bis auf den gesunden Knochen entfernt, v °»
dem die Geschwulstrnasse deutlich durch dunkle schwärzliche Färbun or abstach. Nachdem sich l* el
gründlicher Revision alles Krankhafte entfernt zeigte, ward die Wunde geschlossen, unless u» tel ’
dem Kinn ein Theil offen gelassen. Patient wurde vor Kurzem fast geheilt entlassen und 'ist ei»
etwaniges Recidiv abzuwarten, indess da die microscopische Untersuchung in dem Tumor e ' n
Myeloidsarcom nachwies, kaum sehr zu befürchten.
Wenn ich in dem letzten Theile der vorliegenden kleinen Arbeit nicht mit der Objectivit» 1
eines Statistikers verfahren bin, so bitte ich, mir das zu verzeihen. Meine Aufgabe war,
Material in einer Weise zu verarbeiten, die die Verwerthung des Ganzen gestattete. Wollte E 1 '
das thun, dann konnte ich keine eingehendere tabellarische Zusammenstellung geben, da dio 3e

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.