stetiger Pneumonie (mit Empyem) zu Grunde ging. Die pneumonische Lunge stand
un Beginn des Ueberganges in „tuberkulösen Zerfall“; • in der rechten Lungenhälfte
war von Gewebserkrankung keine Spur. Die Darmgeschwüre nun hatten den gewöhn
lichen Sitz und Form, waren dabei glatt und in grösster Ausdehnung geheilt. Auf
dinen aber fanden sich viele zertreute gelbe Knötchen von miliarer bis Klein-erbsen-
Grösse, die beim Durchschnitt sich theils als Infiltrationen mit weich-fester käsiger
Masse auswiesen, theils wie dicker Eiter zerflossen. Es handelte sich hier gewiss um
ei ne, im 2. Stadium des Typhus erfolgte, Infiltration isolirter Follikel in den Peyerschen
Plaques, die bei der ersten Invasion des Typhus freigeblieben oder nachher reconstruirt
waren, und nun auf Grund des geschwächten Allgemeinzustandes jene Pseudo-Abscess-
’niniatur-Form zeigten, wie sie früher einmal ganz ähnlich in grosser Zahl auf der
Schleimhaut des Ileum in einer phthisischen Leiche gefunden wurden.
Eine Betheiligung des Peritonäums ward nur 2 mal gefunden, einmal als feste,
federkieldicke, strangartige Anlöthung des Dünndarms im Bereiche eines Geschwürs
an die Klein-Beckenwand (der Tod war spät in der 2. Periode an Pyämie erfolgt), das
z weite Mal als frische Perforation ohne wesentliche entzündliche Reaction nach plötz
lichem Collapsus und Tod. — Das Verhalten der Milz bot keine erwähneswerthe
Punkte.
Zahlreich waren die pathologischen Veränderungen in den Lungen: Bronchitis,
Aleleetasen, Oedeme und Hypostasen, hie und da mit festeren Heerden und rothern
Schnitt als lobuläre Pneumonien, fehlten in wenig Leichen, nicht selten neben ein
ander, oft in Formen, die eine reine Classifizirung schwierig machte. — Die hypo
statischen Oedeme, als blutig seröse Erfüllung des Lungenwebes der hintern Parthien,
°hne Verlust der Elasticität desselben bedingt zu haben, fanden sich in bedeutenderem
Grade 4mal. Die hypostatischen Pneumonien als massig feste Infiltration dergleichen
Parthien mit nicht körniger Schnittfläche, aber Brüchigkeit des Lungengewebes, wel-
°l»es zum Theil noch lufthaltig, zum Theil nicht mehr war, 8 mal. Beide waren oft
Aufeinander combinirt, und zwar in zweierlei Weise, entweder so, dass dieselbe Par-
flfle von massig fester Infiltration und mit Brüchigkeit des Gewebes zugleich reichliches
Gedern zeigte, oder dass neben hypostatischer Infiltration des einen Lungenabschnittes
,ln dre ödematös waren. Bei diesen Hypostasen ist nur das zu bemerken, dass einmal
nur der Oberlappen der linken Lunge befallen, während deren Unterlappen comprimirt
War > ferner, dass ein anderes Mal der Unterlappen in hypostatischer Pneumomie,
Während der Oberlappen in hochgradiger Hyperänie sich fand.
Ausgebildete croupöse Pneumonie, und zwar der ganzen linken Lunge, kam
nur einmal in der Leiche vor, combinirt mit bedeutendem pleuritischen eitrigen Er-
Oisse. Der Oberlappen befand sich in grauer Hepatisation, der Unterlappen war im
r °cess weiter fortgeschritten und zeigte sich mit kleinen, verkästen, zum eitrigen
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