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locale Blutentziehung. Die Erkrankung begann ums Ende der ersten Woche. Im
Uten Falle trat erst um die 6te Woche die Kehlkopfserkrankung auf, sie complicirte
sich mit Glottisödem und machte die Tracheotomie nothwgndig. Die Section ergab
Neckrose der Kehlkopfsknorpel, gleichfalls Lungengangrän.
Epistaxis bedeutenderen Grades trat 3 mal ein, — einmal in einem sehr
schweren Typhusfall, gleichzeitig mit Darmblutungen und bedingte mit ein langes
Krankenlager — ein andres Mal bei, und begünstigt durch hochgradigen Bronchial
katarrh.
Von Seiten der Circulationsorgane ist als vom Gewöhnlichen abweichend nur
ln 3 Fällen eine Irregularität des Pulses zu ernähren, 2 mal irn Beginn der ersten
Periode, einmal in der 2ten. Sie verlor sich nach einigen Tagen. Einmal zeigte sich
hierbei eine eigenthümliche Regelmässigkeit, indem an einem Tage constant jede 4te
Herzcontraction, an einem andern jede 2te rudimentär war, ein 3tes Mal combinirte
Slc h dieser Rythmus. — Einmal wurden durch die ganze erste Periode auffallend laute
Herzgeräusche gehört, bei einem schwächlichen Individuum, die nach und nach
Verschwanden. — Das Herz war in allen 4 Fällen gesund.
Pyämie kam nur einmal ausgebildet vor, in der 2ten Periode, bedingt durch
Seheidengangrän und Decubitus, unter Bildung von Infarcten in der Lunge und mit
tö dtlicheni Ausgang. Zwei andre Fälle sind wahrscheinlich auch als Pyämie aufzu-
fessen: Beim ersten dieser entstanden zahlreiche Furunkel und Muskel- und Zellge-
' V ebs-Abscesse nach der vorausgegangenen Bildung eines Carbunkels ohne wesent-
hches Fieber; — im 2ten bildete sich mit beginnendem grossen gangränösen Decu.
hitus auf dem os sacrum (der aus mehreren kleinen Abscesshöhlen hervorging), eine
üntner zunehmende Fiebersteigerung mit adynamischem Charakter des Fiebers aus, in
2ten Periode des Typhus ohne nachweisbare weitere Localisationen. Auch dieser
Pall endete tödtlich; in beiden Pleurahöhlen fanden sich mässige, blutig-seröse Er-
§ u sse. — Nur erst erwähnten Fall kamen sich oft wiederholende Schüttelfröste vor.
Bedeutende Symptome von Erkrankungen des Nervensystems wurden
ln 23 Fällen beobachtet. Sie sind in 2 Gruppen zu bringen und trennen sich als
s °lche natürlich, indem eine Reihe der ersten, fieberhaften Periode angehört, die andre
ru Ppe den Nachkrankheiten oder secundären Zufällen der 2ten Periode zuzurechnen
lst - Nach
G
ru Ppen auf: Sensibilitäts- und psychische Störungen, beide häufig combinirt.
Neuralgien kamen 6 Mal vor, alle bei Weibern; 4 Fälle betrafen den
^ L üadicus — eine war von nur 2tägiger Dauer, eine mit hochgradiger Hyperästhesie
es betreffenden Gebietes. (Diese Kranke war irn Beginn des Typhus sprachlos ge
worden, dann folgte auf der Höhe des Typhus jener Zustand, den man als Cerebal-
yp nis bezeichnet); ein 3ter Fall mit Geistesstörung, der 4te einfach; der 5te Fall
ar eine Oceipital-Neuralgie; der 6te trat als Fieberlarve auf. (Es ist der früher als
Ablauf des Fiebers traten von Seiten des Nervensystems nur 2 Symptom^

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