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-Er entwickelte sich sehr rasch und führte in 2 Tagen zum Tode unter Symptomen
der insufficienten Athmung, vorzüglich bedingt durch Stenosirung des Kehlkopfes-
Die sonst vielleicht indicirt gewesene Tracheotomie wurde unterlassen, weil das Mit-
befallensein der Bronchien, wenigstens der rechten Lungenhälfte im Leben erkannt
wurde und gleichzeitig schon der Collapsus eintrat.
Die croupöse Pneumonie kam 9 Male zur Beobachtung. Von diesen Kran
ken starben 3, 2inal ward die Pneumonie directe Todesursache. Wie schon bei der
Bronchitis bemerkt ward, konnte mehrmals, trotz Gegenwart der meisten, der Pneu
monie zukommenden Symptome, die physikalische Untersuchung ihre Anwesenheit
nicht constatiren; es sind daher hier nur die unzweifelhaft physikalisch nachgewiesenen
aufgeführt. Eine Pneumonie nahm den Ausgang in Gangrän und endete tödtlich,
eine betraf die ganze linke Lunge mit bedeutendem eitrigen pleurit. Erguss; es erfolgte
der Tod bei Beginn eitrigen Zerfalles der pneumon. Infiltration; — 2 andre, beide des
rechten Unterlappens, waren complicirt mit bedeutender Pleuritis. (Es erfolgte Gene
sung). Von den übrigen 5 waren 3 unbedeutendere, 2 gewöhnl. Pneum., — einmal
erfolgte hier im weitern Verlaufe der Tod. — 5 Mal fällt der Antang der Pneumonie
in die erste Periode mit einem, 4 Mal in die 2te mit 2 Todten.
Pleuritis geringem Grades ohne, oder mit unbedeutendem Exsudat kam öfter 8
vor, besonders auch neben Pneumonien Die Fälle, wo ein grösseres Exsudat nach
weisbar ward, sind 5, davon 3 hochgradiger Art. Diese letzten 3 hatten ihre Begrün
dung in gleichzeitiger croüpösef Pneumonie. Ein Fall mit vollkommner Ausfüllung
des Pleurasackes der betreffenden Seite endete tödtlich. V on den 2 andern ist das
bemerkenswert!), dass der pleurit. Erguss mit der Pneumonie in sehr günstiger We)* e
rasch resorbirt wurde.
Hämaptoe kam einmal vor bei einem Tuberkulösen.
Einmal ward Lungengangrän beobachtet, mittödtl. Ausgang, hervorgegangen
aus croupöser Pneumonie in der 2ten Periode des Typhus in höchster Schwäche des
Kranken.
Ueber die Zahl der vorgekommenen Erkrankungen des Larynx sind keine rich
tigen Angaben zu machen, denn die gewöhnliche typhöse Erkrankung desselben macht
in der Regel keine Symptome.
Klinisch beobachtet wurden 4 mal bedeutendere Erkrankungen de 8
Kehlkopfes, 2mal mit tödtlichem Ausgang, — einmal als Croup in dem schon
2 mal erwähnten Falle, gleichzeitig mit Croup des Rachens und der Bronchien.
Ileum und Colon fand sich nur spärliche Geschwürsbildung). Die andern 3 FaH e
sind wahrscheinlich alle perichondritische Processe gewesen. Die Affectm* 1
begann mit Schluckbeschwerden, Halsschmerzen, Heiserkeit, bei zweien mit Verändrung
der äussern Contouren, bei allen mit Druckempfindlichkeit, bei einem mit Stenosirung
(durch Oedem). 2 Fälle endeten mit Genesung, anscheinend günstig beinflusst durc 1

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