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kann. — In 2 Fällen trat die Bronchitis in heftigerer Weise erst bei Beginn der Re-
convalescenz auf, erneute das Fieber und verzögerte beträchtlich die Genesung.
Die Atelectasen und lobulären Entzündungen , mögen oft vorgekornmen sein;
sie können aber nur vermuthet werden. Die letztem können vielleicht die erwähnten
blutigen Sputa bedingt haben.
Der Diagnose zugänglicher sind die Hypostasen, (hypostat. Oedeme, Spleni-
sationen, Pneumonien). Sie sind, wie es scheint, wesentlich die gleichen, nur graduell
verschiedene Processe. Sie entwickelten sich am meisten während des Bestehens einer
heftigen Bronchitis. Mit Sicherheit als von bedeutender Ausdehnung konnten sie in
16 Fällen diagnosticirt werden. Wahrscheinlich kamen sie in geringerer Ausdehnung
und weniger intensiver Erfüllung des Lungengewebes viel öfterer vor, können aber
dann nur vermuthet werden. Das hypostat. Oedem schien mehr rasch zu entstehen
S e gen den lethalen Ausgang, und wie durch die sinkende Herzkraft entstanden, so
schliesslich den Eintritt des Todes seinerseits zu beschleunigen. Die hypostat. Pneu
monien schienen sich langsam zu entwickeln, indem die katarrhal. Symptome der hin-
tern untern Lungenparthien allmälig Zunahmen, Abschwächung des Percussionsschalles
smh hinzugesellte und annähernd Consonanz-Erscheinungen auftraten. Vielleicht wirkten
m einigen Fällen lobuläre Entzündungen zu ihrer Entstehung mit; hauptsächlich werden
aber der reichlichere Blutgehalt dieser Parthien, katarrhal. Verstopfung kleiner Bronchien
mit Atelectase ihres Gebietes, während ein noch energischer Blutstrom die eigentliche
seröse Transsudation hindert, theils Anhäufung von Bronchialsecret, theils filrinreiche
Ausscheidung von Blutserum bedingen. Ihre langsame Entstehung unter den gewöhn-
Hehen Umständen: Rückenlage, heftiger Katarrh, ihre langsame Lösung bei schliess-
lichein günstigen Ausgang, ihre physikalischen Zeichen: abgeschwächter Percussions
tun mit rauhem, sich bisweilen dem Bronchialen näherndem Respirationsgeräusch und
mgenthümlichem grossblasigem Knistern spricht für diese Entstehungsweise, der ana
tomische (makroskop.) Befund nicht dagegen. Die hypostat. Sylenisationen scheinen
w m anatomisch so der Enstehung nach zwischen beiden zu liegen, und vorwiegend
bedingt zu werden durch eine zur hypostat. pneumon. Infiltration hinzugekommene
seröse Transsudation gegen Ende des Lebens. — Von unsern 16 Fällen von Hypo
stasen fallen die meisten auf die hypostat. Pneumonien, während die Oedeme und
Splenisationen eher nur als Leichenbefund zu notiren sind. Die meisten etwa 10,
mitstanden bei bestehender Bronchitis von langer Dauer. 6 mal erfolgte der Tod,
mal bedingte die Respirationsstörung sichtlich denselben. Die Zeit ihrer Entstehung
hei in der Regel in die Zeit der Höhe der Krankheit, um die 2te bis 4te Woche.
p * °
mnmal kam hypostat. Pneumonie neben croupöser vor.
Eine croupÖse Erkrankung der Bronchialschleimhaut kam einmal,
mit tödlichem Ausgang vor; gleichzeitig mit Croup des Kehlkopfes und croupös-diph-
fberit. Erkrankung des Pharynx. Der Bronchialcroup betraf nur die rechte Lunge.

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