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Harmschleimhaut (wie die Nasen- und anscheinend bisweilen auch die Bronchial-
kchleimhaut) die Quelle capillärer Blutungen werden kann, und wenn das der Fall
,st > so werden geringere Blutungen wahrscheinlich öfter Vorkommen, die sich der
Beobachtung entziehen. Lasse ich solche geringeren Fälle bei Seite, so bleiben
*0 Fälle von Darmblutungen hohem Grades. Von diesen 10 gehören 8 der gewöhn
lichen Form der Darmblutungen an, d. h. sie traten auf zur Zeit, wo die Schorfe sich
. Von den Darmgeschwüren lösten, 6 mal vom 21. bis 25. Tage seit Beginn der Erkrankung,
ei ninal am 15. Tage, einmal gegen das Ende der 4. Woche. Die zwei andern Fälle
kamen in späterer Zeit des Typhus vor. — Was den Grad der Krankheitschwere vor
Eintritt der Blutung anlangt, so war der in vier Fällen nur massig (bei dreien von
diesen gab die Blutung den Anstoss zu schwererem Verlauf, resp. Tod, in einem ging
das Ereigniss ohne sichtbaren erschwerenden Einfluss vorüber) 5 6 Fälle mussten
a is schon vorher schwere bezeichnet werden. — Einmal erfolgte unmittelbarer Tod
durch Verblutung in 7—8 Stunden. Die andern Blutungen verliefen in der Weise
Geschieden, — dass in einer Reihe von Fällen sich in 1—6 und mehr Stuhlent-
i^erungen massiges, entweder reines oder mit Fäcalmassen gemischtes Blut, entleerte,
dass sie dann unter der Behandlung mit Eis und Opium in der Art aufhörten, dass
tla ch 3 bis 5 tägigem Stuhlmangel schwarze Entleerungen folgten, welche den normal
§ e färbten Platz machten. Dieser Fälle sind 5 (3 bedeutende, 2 massig), davon starb
nur ein Kranker, 14 Tage nach der Darmblutung; — oder aber, dass ein durch
W° c h en sich hinziehender Blutgehalt der Diarrhoen nach Ablauf des eigentlichen
^yphusprocesses bei schweren Allgemeinleiden auftrat, anscheinend wenig durch die
übliche Therapie beeinflusst. Diese zwei letzten Fälle genasen trotz schlechtester
Efognosse nach langer Reconvalescenz. Einer der Fälle gehört vielleicht beiden Reihen
ari * Die Blutung begann um die gewöhnliche Zeit in der dritten Woche mit einigen
P r °fussen Entleerungen; dauerte aber 14 Tage bis zürn Tode in geringem Grade
fort; — im Darm ward keine Quelle der Blutung gefunden. — Von allen 10 Fällen
e >ner bedeutenden Darmblutung starben 3, 2 davon wesentlich in Folge des Blutver-
Us tes, während im dritten Fall es zweifelhaft blieb, ob die Blutung mit zum tödtl.
Ausgang beitrug, — ein Resultat, welches als sehr günstig bezeichnet werden muss.
Darmblutungen sollen sich öfter mit Albuminurie compliciren. Ein sehr be
ttender Eiwxissgehalt fand sich in dem Fall, der unmittelbar durch Verblutung
tdete (nur der Urin aus der Blase der Leiche ward untersucht); — ein mässiger
sich in 2 andern Fällen gewöhnlicher Darmblutung. In diesen 3 Fällen ist die
°uiplieation vielleicht nur eine zufällige gewesen; — in den 3 Darmblutungen der
uudern Art dagegen, wovon 2 auch andre Zeichen von Blutalteration boten, ruht die-
e lbe sicherlich auf demselben Grunde, der veränderten Blutbeschaffenheit, resp. der
Achten Zerreisslichkeit der Capillaren. Hier ergab die Untersuchung einmal zieml.
Vle E einmal ein wenig Eiweiss im Urin, ein 3tes Mal eine 8tägige Hämaturie nach
3*

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