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des äussern Gehörganges. Eine hochgradigere Schwerhörigkeit, einmal bis zu voll
ständiger Taubheit gediehen, kam 12 Male zur Beobachtung. Meist waren damit leichtere
subjective Gehörsempfindungen verbunden.
Otorrhoe und damit verbundene Abschwächung des Gehörs war in 8 dieser
Fälle zugegen, einmal doppelseitig, 6 mal wahrscheinlich unter Theilnahme des mittlern
Ohres, 3 mal mit nachgewiesener Perforation des Trommelfelles. Ein Fall von Katarrh
des cav. tymp. complicirte sich mit Caries des proe. mast.; er wurde durch Tre
panation vollkommen geheilt. In einem Fall doppelseitigen Katarrhes des cav. tynip-
blieb nach fast absoluter Taubheit bei der Entlassung nur ein mässiger Grad von
Schwerhörigkeit. Das war der einzige Fall, der nicht geheilt ward. — Die meisten
Fälle kamen nach vorhergegangenen oder bei bestehenden katarrh. Anginen vor,
sind also wenigstens in ihren Anfängen und geringen Graden auf Verlegung der tuba
zurückzuführen, — in ihren schweren Formen ist sicherlich eine gleichzeitige katarrh.
Erkrankung des cav. tymp. anzunehmen.
Unter den Symtomen gestörter Magenfunction ist nur des Erbrechens iß
einem Falle Erwähnung zu thun. Dasselbe trat im Beginn der Reconvalescenz von
einem sehr schweren Typhus auf, und führte nach 14 tägiger Dauer durch Erschöpfung
zum Tode. Ein Grund für dasselbe konnte weder klinisch noch anatomisch gefunden
werden. Mehrere Male kam ausserdem Erbrechen hohem und geringem Grades vor,
blieb aber vorübergehend.
Gänzliches Fehlen von Diarrhoen kam, ausser mehrmals in sonst nicht
bemerkenswerther Weise bei einem Diabetiker vor. — 11 Mal wurden profusse
Di arrhoen beobachtet; ein guter Theil derselben ist auf Miterkrankung des Dick-
darrnes zu beziehen, aber nicht alle, denn sie hatte gefehlt bei bedeutender Geschwürs
bildung im Colon, war aber in den meisten Fällen vorhanden gewesen, aber sie waren
auch aufgetreten bei nicht befallenem Colon. Von diesen 11 Fällen starben 5,
davon war 4 mal das Colon mit geschwürig. — In 3 andern Fällen eines Ileo-Colo-
Typhus, worunter aber nur einer hochgradig, waren d. Diarrhoen nicht sonderlich
über das Normale gegangen.
Das Vorkommen lent esc ire n der Darmgeschwüre durfte mit grosser
Wahrscheinlichkeit nur in einem Fall vermuthet werden. Anhaltende und nach kurzen
Unterbrechungen stets wiederkehrende Diarrhoen unterhielten über 2 Monate e llie
excessive Schwäche und Magerkeit des Patienten, der schliesslich aber doch genas
Verhältnissmässig oft kamen Darmblutungen vor. Dies Ereigniss scheint,
wenigstens in seinen geringen Graden relativ häufig zu sein, denn Öfter kamen Stuhl
gänge vor, die sehr vorübergehend geringe Blutmengen führten, andre, die sehr eine»
innigst mit den Fäcalmassen gemischten Blutgehaltes verdächtig waren. Ferner wurd c
in einem Fall von Darmblutung in der Leiche keine Quelle gefunden, aus welcher
das Blut hätte kommen können. — Es muss also angenommen werden, dass d lC

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