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jetzt m vielen Fällen mit der Hoffnung einer alhnähligen Resorption des Naehstaars
trösten.
Kommen wir schliesslich zu den Endresultaten der Statistik, zu den Bestimmungen
^ er Sehschärfen. Es muss dabei im Voraus bemerkt werden, dass sämmtliche Seh-
r csultate gewonnen wurden unmittelbar vor der Entlassung der Patienten,, dass also
häufig noch ein. Reizzustand des Auges vorhanden war, dass meistens die durch die
Narbe bewirkte irreguläre astigmatische Wölbung der cornea sich noch nicht
ausgeglichen hatte, dass erst später resorbirte Blut-, Cofitieal- und Kapselreste und
Mancherlei ähnliche Umstände die richtige Bestimmung der Sehschärfe erschwerten
Un( l ungünstig auf die Resultate einwirkten Dass endlich complieirte Staare das
^erhältniss noch ungünstiger machen., liegt auf der Hand. Wenn daher die unten
angegebene Zahlenreihe nicht solche Erfolge aufweist, wie wir sie z, B. bei Horner
finden, wo die oben erwähnten misslichen Umstände theilweise nicht einwirkten, so
Möchte der Hinweis darauf genügen, um diese Notizen richtig zu beurtheilen. Die
^ e hprüfungen wurden mittelst der Snellen’schen Tafeln angestellt, da diese jedoch nur
ln Lateinischen Buchstaben existiren, die hier zu Lande nicht Allen geläufig sind
Utl( i sich besonders bei den Dänischredenden Landbewohnern Nordschleswigs und
Jütlands, welches für Cataracte ein bedeutendes Contingent stellt, häufig nicht
a üwenden lassen, wurde von Herrn Professor Völckers ausser einer Zahlentafel eine
8Maischte Tafel mit Zahlen, deutschen Buchstaben und französischen Kartenzeichen
e °üstruirt. Die Karten, sipd, in ihrem gebräuchlichen Colorit genau in denselben
gössen Verhältnissen gezeichnet wie die Snellen’schen Buschstaben und sind zwischen
ah len und Buchstaben eingeschaltet, so z. B. wird das grosse A durch eine. 4 ersetzt,
* e zweite Reihe durch e und 0, in der weitern Folge wechseln Zahlen, Buchstaben
Un d Karten mit einander ab. In der Praxis bewährte' sich diese Tafel vortrefflich
Uri( l ist dieselbe gewiss zu empfehlen, besonders in solchen Districten, wo die Kunst
^ es Uesens noch kein Allgemeingut geworden ist; Karten kennt ja Jedermann, selbst
a,s unkundige Kind weiss schon jene Zeichen zu deuten, so dass sie gewiss in hohem
Grade
zweckentsprechend sind.
Es ergaben die 80 Operationen folgende Sehschärfen:
7 = 2 / 3 8 = l /$ 7 == V« 1 = Finger auf 2'
11 = 2 /r 3 = Vt 2 = 0.
ii = y 4 6 —Vio
13
11
V*
%
o Zu bemerken ist, dass häufig bei späterer Vorstellung der Patienten die
e schärfe sich erheblich gesteigert hatte, so mehrfach 2 / 3 und auf 1, Yio auf y*
^ . l /3 etc. und dass, wie schon früher angegeben, der eine unvollkommene Erfolg

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