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schlechte Resultat aber vielleicht mit auf Rechnung anderer Momente kommt.
war hier wegen Erschwerung des Linsenaustrittes der Hacken benutzt worden, wonach
• in dem einen Fall S sich auf x /io stellte, in dem anderen Falle das Auge an Iridokyklitis
atrophisch zu Grunde ging. Wenn nun in 7 Fällen der reine Glaskörperprolaps W
Bezug auf Heilung und Sehvermögen völlig irrelevant blieb, wo doch oft g aI1Ä
beträchtliche Massen verloren gingen und nur in 2 Fällen bei zugleich stattfindender
Anwendung des Hackens der Erfolg ein schlechter war, so scheint doch die Annahme
Berechtigung zu haben, dass es mehr die Einwirkung des Fremdkörpers als de r
Verlust eines Theils der Augenmedien ist, weichereine so schädliche Wirkung äussert.
Dass bei alledem die Vermeidung des Glaskörperverfalls doch immer ein Hauptziel
bei der Operation bleiben muss, versteht sich von selbst, da abgesehen von den
sonstigen schädlichen Folgen das Zurückbleiben von Linsenresten, welches grade bei
diesem Zufall so schwer vermieden wird, immer eine üble Complication darstellt-
Wenn nun diese wenigen Fälle natürlich keine allgemeinen Schlüsse zolassen über
die instrumentelle Entbindung der Linse, so liefern sie doch in Betreff der schlechten
Prognose eine Bestätigung vieler Fälle, wie ich sie aus den mir vorliegenden fremden
Statistiken ersehe.
Die häufig eintretenden Blutungen schienen die Prognose nicht wesentlich 2,1
verschlechtern, wenn es nur gelang, wie es fast immer der Fall war, das Blut wieder
aus der Kammer herauszuschwemrnen; geringe zurückgebliebene Mengen resorbiren
sich bekanntlich meist vollständig. Störend wurden sie freilich oft dadurch, dass sie das
Operationsfeld verdunkelten und speciell bei Einführung des Cystitoms die sichere
Leitung desselbe nersch werten, aber auch hier könnte man vielleicht, falls es geboten wäre,
die Operation rasch zu vollenden oder wo das Blut sich nicht würde völlig entfern^ 11
lassen, mittelst der Linsenbeleuchtung durch die Blutschicht hindurch das eingefühH 0
Instrument leichter reguliren und die Spaltung der Kapsel ohne Verletzung ^ eI
iris ausführen.
Ob die streichenden Bewegungen mit den Lidern zur Herausbeförderufic
zurückgebliebener Cortiealis einen insultirenden Act ausmachen, den Weber lieber
vermeiden will, ist wohl zweifelhaft, wenigstens im Verhältniss zu den Vortheil en ’
welche dies Manöver bietet, von keinem Belang. Es konnten hier nie übk
Folgen daraus constatirt werden, während das Zurückbleiben von Cortiealis sid 1
häufig durch heftige Reactionserscheinungen rächte, ln wie weit man bei zurüc
gelassener Cortiealis und zugleich eintretendem Glaskörperprolaps eine Entfernung ^ er
ersteren wagen darf, ohne durch weiteren Verlust von Glaskörper mehr zu schaden
als durch Reinigung von Cortiealis Nutzen zu stiften, ist wohl bis jetzt noch t,xne
offene Frage; hier wurde lieber auf völlige Entfernung der Reste Verzicht geleis tet ’
wo dieselbe nur auf Kosten grösserer Glaskörperverluste geschehen konnte oder n ur
durch instrumentelle Hülfe zu ermöglichen war. Unter mehreren Fällen, die zu dies er

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