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unter die Rubrik reife Staare zu stellen wäre und nur in vereinzelten Fällen der
Typus der Unreife oder Ueberreife vorherrschend war. Die Com plicationen bestanden
Ui 6 Fällen in chronischer Iritis, sympathischer Ophthalmie und Glaucom, in 3 Fällen •
War Cataracta träum, nachzuweisen.
Zufälle während der Operation.
Von den 80 Extractionen verliefen 56 ohne die geringste Abweichung von
der Norm, bei den übrigen 24 Fällen ereigneten sich folgende Zufälle:
12mal trat Glaskörpervorfall ein und zwar:
9 mal reiner Prolaps in der Menge von einigen Tropfen bis zu vielleicht einem
Drittel der Gesammtmasse; ebenso sind hierin die einige Male vorkommenden
Hernien inbegriffen,
2 mal blieben Linsenreste dabei zurück und
lmal ßlutreste in erheblicher Quantität,
3 mal wurde der Hacken zur Entbindung der Linse in Anwendung gezogen,
stets nach vorangegangenem Glaskörpervorfall,
11 mal blieben Linsenreste im Auge zurück,
8mal traten störende Blutungen ein, wobei 3mal bedeutende Reste zuückbiiehen.
Unter den 12 Fällen von Glaskörperprolaps kommt die bei weitem grössere
Zf dd auf die erste Hälfte der Operationen; später ereignete sich derselbe fast nur
dazu disponirten pathologischen Veränderungen des bulbus, so einmal bei
Glaskörpererweichung und bei Glaucom. l n einem weiteren Falle wurde der Prolaps direct
*nroh Spaltung der Hyaloidea mittelst des Cystitoms bewirkt. Es betraf dieser Fall
ei üe seit 2 Jahren spontan entstandene Cataract bei einem 33 jährigen Manne. Beim
Ze rreissen der Kapsel mit der Fliete spaltete die Linse in der Mitte auseinander und
'8 a b zu einem ziemlich profusen Vorfall Veranlassung. Es war hier offenbar, trotzdem
die Linse eine vollkommene Undurchsichtigkeit und ganz harte Consistenz zeigte,
v °n der tellerförmigen Grube her eine Resorption eingetreten, so dass der Hacken die
k a uin liniendicke Platte durchdrungen und zugleich dem Glaskörper Austritt veischafft
l'ätte. Aus Furcht vor weiterem Glaskörperprolaps musste fast die ganze Linse zurück-
Blässen werden und wurde Patient mit einem Nachstaar entlassen, der ihm nur gute
c l Ua ntitative Lichtempfindungen gestattete. Als derselbe sich nach einigen Monaten
Nieder vorstellte, war fast der ganze Nachstaar resorbirt und S=7a. Ich führe Obiges
hier nur an. weil eben die Complication den Zufall veranlasste und derselbe
datl( ir nicht der Methode zur Last gelegt werden kann, da er auch bei jeder andern
Art der Linsenentbindung sich schwerlich hätte vermeiden lassen. Im Ganzen scheinen
aU(; h nach der vorliegenden Statistik die Folgen des GlaskÖrperprohtpses keine so
zu sein, wie man sie früher glaubte als solche annehmen zu müssen. Ein
absolut schädlicher Einfluss war hier nur in 2 Fällen zu constatiren, wo das spätere
2*

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