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Schulterblatts (siehe Fig. 4) nach oben bis zürn ersten Brustwirbel, nach unten bis
Zl >r 6. Rippe, nach rechts zur Spina scapulae, links über die Wirbelsäule hinaus. Von
°ben nach unten misst sie 20 Ctm., von rechts nach links 21 Ctin. Oben und
Fnks ist der Tumor mehr hart und knollig, unten weicher und zeigt deutliche
fluctuation.
Festere Anheftung an die Scapula, Wirbelsäule oder Rippen nicht nachzu-
^eisen, vielleicht nimmt sie ihren Ursprung von der fascia lumbo-dorsalis.
Am 26. November wird zur Exstirpation geschritten. Ein grösseres Stück der
Flaut, verwachsen mit dem Tumor, musste entfernt werden, ebenso einige kleinere
Stücke der unterliegenden Musculatur. Blutung ziemlich bedeutend. Die Wunde
üür theilweise durch die Naht vereinigt. Die Untersuchung des Tumor ergab Myxom-
gewebe, runde in Schleimmassen eingebettete Zellen. Ein grosser Theil der Wunde
Feilte per primam, am 24. December konnte der Patient beinahe geheilt entlassen
Werden.
Es war in diesem Falle eine reine, vollständige Exstirpation viel leichter, als
ln den zwischen den Muskeln der Nates auslaufenden Tumoren. Leider ist bis jetzt,
ob gleich um Nachricht nach der Heimath des Mannes geschrieben, noch keine Kunde
v ° n ihm angekommen.
Es folgen nun mehrere Fälle, in denen Myxome resp. Myxosarcome in oder
der Mamma sich entwickelten. Schon Blasius, (Deutsche Klinik 1852 |Nr. 28)
Sa gt, dass das Collonema am häufigsten an den Brüsten vorkomme. Ein lehrreiches
^ispiel führt ferner Virchow 1. c. pag. 420 an.
Frau Bute 11a L. 45 Jahr. Pat., die früher stets gesund gewesen sein will,
bemerkte vor circa 6 Monaten einen Tumor in der rechten Brust Oberhalb der
Camilla begann er und wurde mit Hülfe von Kräuterkissen und Cataplasmen all-
n) ählig un d unter bedeutenden Schmerzen zu der Grösse eines Mannskopfs heran-
gezogen.
Bei der Aufnahme am 17. April 1867 erstreckte sich der Tumor vom rechten
^ te rnalrand bis über die Axillarlinie hinaus. Eine Handbreit oberhalb der Mamilla
* la °F links findet sich ein wallnussgrosser ulcerirter Knoten. Haut stark geröthet,
lasst starke Venen durchschimmern. Soweit die enorm gespannten Bedeckungen ein
s °lehes Urtheil gestatten, ist der Tumor auf den unterliegenden Theilen beweglich.
Am 18. April wird die Exstirpation vorgenommen. Die durch Cataplasmen
lllls shandelte Haut muss zum grössten Theile mit entfernt werden. Im untern Theil
Wunde findet sich die ganz atrophische Brustdrüse. Durch die anatomische resp.
^croscopische Untersuchung stellte es sich heraus, dass ein Sarcoma myxomatodes
Init ziemlich bedeutenden Cysten vorlag.
Die bedeutend grosse Wunde heilte ohne besondere Erscheinungen schnell,
S ° ^ as s Pat. schon am 20. Mai entlassen werden konnte.

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