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Zu einer sehr blutigen. Ein Fortsatz ging zwischen die Muskeln hinein und scheinen
diese selbst zürn Theil mit in die Degeneration hineingezogen.
Beim Durchschneiden der Geschwulst zeigte es sich, dass dieselbe vorzugs
weise aus einem blassgelben, gallertigen Gewebe bestand, an einigen Stellen von
festeren Bindegewebssträngen durchzogen. Ferner fanden sich Cysten mit einem
klaren, blassgelben Inhalt, zuweilen durch Blutfarbstoff braun gefärbt. Ganz peripher
Mgen einige erbsen- und haselnussgrosse Knoten, welche weisslich markig aussahen
Ul 'd unter dem Microscop die Structur des medullären Sarcom zeigten. An den mehr
centralen Stellen ergab die microscopische Untersuchung Myxomgewebe, neben fibrösen
Massen. Auch war eine Umwandlung von Muskelfasern in Sarcomgewebe nach
weisbar.
Die Heilung erfolgte sehr schnell, am 1. Mai verliess Patient das Hospital,
^ach eingezogenen Nachrichten ist bis jetzt kein Recidiv, eingetreten, Patient vielmehr
ganz gesund.
Dieser Fall bietet namentlich deshalb manches Interressante, weil nach einer
gründlichen Operation noch nach mehren Jahren kein Recidiv entstanden und da
durch die Meinung, dass locale Recidive des Myxoms nicht selten aus zurückgelasse-
,len Resten ihren Ursprung nehmen, gestützt wird. Dazu kommt noch, dass es
^chr wahrscheinlich ist, dass die Geschwulst durch das einwirkende Trauma entstanden
ls b da Patient angiebt, dass dieselbe Stelle, welche den Insult erlitten, auch den Tu-
In ° r zuerst zeigte.
Die fünfte Krankengeschichte betrifft wieder einen Fall von Myxom an der
ktiken Hinterbacke.
Friedrich F., 37 Jahr alt, stellte sich am 20. März 1866 aut der chirurg.
Klinik vor, mit einer harten, faustgrossen, leicht verschiebbaren Geschwulst in der
küken Hinterbacke. Liess man die Muskeln derselben anspannen, so wurde der Tu-
Inoi> unbeweglich. Vor 1 Jahre war Patient auf die linke Hüfte gefallen.
Am 16. April 1866 aufgenommen, fand sich eine bedeutende Zunahme der
^schwulst, ein neuer kleiner Tumor war aut der Höhe des alten entstanden, hasel-
‘Ussgross. Länge der ganzen Geschwulst 18 Ctm., Breite 12 Ctm. Schmerzen in der
°Gten Zeit bedeutend.
18. April Exstirpation. Es mussten, um die Geschwulst rein fortnehmen zu
j ru ' en > Schichten vom Glutaeus maximus entfernt werden. Der Nervus Isehiadicus
g frei unter dem Tumor.
,,, Beim Durchschnitt zeigte letzterer ein schleimiges Gewebe von blassgelber
. De > an einzelnen Stellen schien dasselbe verfettet. Schleimige Massen entleerten
Mi aus verschiedenen kleinen Cysten. An der oben erwähnten kleinen Geschwulst
ar der Tumor mit der Haut verwachsen. Das Microscop zeigte Myxomgewebe,
Muhes indessen an manchen Stellen einen entschieden sarcomtösen Charakter ange-

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