jedes Mal ein genügendes Quantum der Flüssigkeit in Tube und Pauke, wovon man
sich durch die Auskultation leicht überzeugen kann.
Diese Einspritzungen dürfen nur selten täglich, sondern meistens nur alle
^'—3 Tage angewandt werden. Die mitunter unmittelbar nach denselben eintretende
d'höhte Schwerhörigkeit oder geringe Reizsymptome verlieren sich gewöhnlich sehr
rasc h. Hat man es nur mit einer Lockerung und Wulstung der Ohrschleimhaut zu
thun, so reichen Einspritzungen schwacherZinklösungen völlig aus; besteht bedeutendes
Infiltrat und Exsudat, so bediene man sich etwas stärker reizender Substanzen in
grösseren Dosen. Bei den äusserst chronischen und torpiden Formen des trocknen
Katarrhs wendet man Lösungen von Kali caustic. (4—40 Tropfen auf 30 gm.) an. Wenn
au ch die damit vorgenommenen Einspritzungen sehr heftige Reizerscheinungen, rnit-
üiiter sogar acute eitrige Entzündungen mit Perforation des Trommelfells im Gefolge
haben, so konnte ich doch nie eine wesentliche Besserung bemerken. Die Behandlung
ri 'it der Luftdouche und Injectionen darf nicht zu lange ununterbrochen fortgesetzt
Werden; die besten Resultate werden erzielt, wenn man Pausen von Wochen oder
M
1 Unter den Vorkommnissen bei dieser Krankheit, welche eine symptomatische
Behandlung erheischen können, leistet das Ohrensausen mitunter den hartnäckigsten
Widerstand. Verschwindet es bei der gewöhnlichen Behandlung nicht zugleich mit
en übrigen Symptomen, so ist auch fernerhin last jede besondere Kur erfolglos.
Bas Verdünnen der Luft im äusseren Gehörgang, das Einleiten von Dämpfen in die
Banke, die Paracentese des Trommelfells, die subcutanen Morphiuminjectionen, Vesi-
c atore hinterm Ohr, — sie alle lassen uns gewöhnlich völlig im Stich. Vielleicht ist
* e Anwendung des constanten Stromes nach Analogie seiner Wirkung bei anderen
Wperaesthesien und Paraesthesien künftig berufen, eine Rolle bei der Behandlung
us Ohrensausens zu spielen.
Bei acuten Exacerbationen mit heftigen Schmerzen und lebhafter Injection des
r °ininelfells leistet die Application einiger Blutegel an den Warzenfortsatz oft gute
le nste; es ist zweckmässig dabei den Kranken das Bett hüten zu lassen und Dia-
Phorese zu bewirken. Nachweisbar grössere Mengen von Schleim in der Pauke ent-
ere man durch die Paracentese des Trommelfells. Der Erfolg davon wird nicht
selten
ein befriedigender sein, wie zwei von mir erwähnte Fälle erwarten lassen.

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