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er 'vähnt, einen momentanen Verschluss der Tube bewirkt, so muss die oberhalb des
zusammengepressten Theils der Trompete befindliche Luft sich verdichten, und wenn
Tube nach der Paucke hin durchgängig ist, in diese hinein entweichen und solches
durch ein Hervorwölben des Trommelfells kundthun. Das Umgekehrte findet bei der
Exspiration statt, bei welcher der Muskel erschlafft, die Tube sich öffnet, die Luft
d Eo momentan sich verdünnt. Lucae deutet die praktische Wichtigkeit dieser Ver
hältnisse dadurch an, dass er sagt: „Es ist nicht unwahrscheinlich, dass alle Erkran
kungen, welche überhaupt eine Beeinträchtigung des Respirationsactes zur Folge haben,
a Uch indirekt jenen Respirationsact des Ohres mehr oder weniger hindern und somit
Vle Ueicht der Entstehung gewisser Ohrenkrankheiten Vorschub leisten können.“
Ausser diesen speciellen aetiologischen Momenten sind noch einige allgemeine
Zu erwähnen. Der chronische Paukenhöhlenkatarrh kommt beim männlichen Geschlecht
Ungleich häufiger vor als beim weiblichen; unter hundert von Moos*) zusammenge-
s tellten Fällen betrafen 67 Fälle männliche, 33 weibliche Individuen. Dieses Ver-
kältniss findet seine Erklärung darin, dass Männer im Allgemeinen öfter und anhal
tender Schädlichkeiten ausgesetzt sind als Weiber. Unter den Berufsarten liefern also
auc h diejenigen, welche mit häufigem Temperaturwechsel und Öfteren Durchnässungen
^ er Betreffenden verknüpft sind, die bei weitem grössere Anzahl katarrhalischer Ohr-
er krankungen; Bäcker, Kutscher, Fischer, Bierbrauer werden erfahrungsgemäss am
häufigsten befallen. Ferner kommt erbliche Disposition aetiologisch in Betracht.
Enter jenen hundert von Moos beobachteten Fällen konnte bei 34 Erblichkeit des
ei( lens nachgewiesen werden.
Pathologische Anatomie.
So lange man die durch den einfachen chronischen Mittelohrkatarrh bedingten
Hörstörungen für nervös hielt, schenkte man natürlich den pathologisch anatomi-
®Hen Veränderungen wenig Aufmerksamkeit. Erst mit der Erfahrung, dass jenen
to rungen meistens eine Erkrankung der Pauke zu Grunde liege, richtete sich die
j uf merksarnkeit auf selbige mit dem Verlangen, einen näheren Einblick in die patho-
b'schen, durch jene Erkrankung der Pauke entstandenen Veränderungen zu thun.
8^ e ich nun die Sectionen und Untersuchungen des Ohrs bedeutend zahlreicher
llr den, — Toynbee allein machte 1013, — so sind doch unsere Kenntnisse im Ganzen
ns
di
,l e tzt noch nicht von sehr zufriedenstellender Natur; sogar als vernachlässigt sind
lo \ ln ’kroskopischen Forschungen zu bezeichnen und fast Alles, was wir über patho-
8'Sche Anatomie des Ohres besitzen, beschränkt sich auf makroskopische Befunde.
*) Klinik der Ohrenkrh. S. 173.

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