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ja auch durchaus nicht leugnet. Ferner meint Roger, dass die Palpitationen in sei
nem Falle in keinem Verhältniss zur Krankheit stehen, also Nichts zur Aetiologie und
Natur schliessen lassen. Neben dem Sclerom kommen nun alle möglichen Krankhei
ten vor, Mortus Brightii (Auspitz) Dyspnoe und Palpitationen (Arning). Husten
bei Gilette, Herzfehler (Köhler, Roger, Köbner).
In einem Falle von Rilliet fand sich nach dem Sclerom pleurit. Exsudat
solches im Pericardium, endlich später Ascites. Interessant und der Erwähnung werth
halte ich, dass neben diesem Uebel, welches seine Hauptsymptome auf der äussern
Haut macht, noch andere Erkrankungen und Symptome von Krankheiten ihren Sitz
auf derselben aufschlagen können. So bei Fantonetti Erythem, Scarlatina, bei
Köbner Aenes, bei Bogin Varsalois und Herpes, Zoster, bei ArningEcyema in den
Ellbogenleugen, bei Gilette, Ecthymagustela, bei Mosler und Nordt partielle
Teleangiectasien, welche ich mitPaulicki für zufällige Complicationen halte. Bei
Paulicki Variola.
Nach den microscopischen Befunde, welche den Papillarkörper stets gesund
und normal fanden, ist dieses Vorkommen denn auch sehr erklärlich.
Therapie.
Was hat man nun gegen ein solches Uebel zu thun und was muss geschehen,
um es zu bekämpfen.
Will man alle Mittel kennen, die gegen diesen Feind in’s Feld geführt sind,
so nehme man ein Handbuch der Materia medica und lese die Classe der Alterantiä
und Resorbentia durch und dazu noch einige Rubefacientia, dann wird wohl AH eS
zusammen sein.
Arning schreibt: Die Behandlung scheint ohne jeglichen Einfluss auf die
Krankheit zu sein, beobachtete Besserung ist nirgends auf die angewandten Mittel
zu beziehen und so traurig ein solches Geständniss ist, so wahr ist es zugleich. E in
blindes Umhertappen nach Mitteln bezeichnet alle Versuche zur Heilung. Auf der
andern Seite ist es bezeichnend im höchsten Grade, dass in dem acut verlaufenden
Falle von Henke H^jlung ohne Anwendung eines Mittels eintrat. Sehen wir nach
einer rationellen Indication für dieses oder jenes Mittel uns um, wir finden keine.
Am ehesten scheint mir eine erfolgreiche Behandlung in den Fällen, die u ut
einem Erysipel beginnen, möglich, indem man dasselbe recht sorgfältig behandelt.
Hier ein kurzes Verzeichniss der angewandten Mittel:
Arning, Quecksilber Bäder, schweisstreibende Mittel.
Villemin» Aderlass und Purganzen
Wernicke, Kalium jodat. und Glycerin. Besserung nach 3-monatl. Gebrauch
von hohen Dosen Ferr. carb saech.

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