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An diese Betrachtungen reiht sich ganz natürlich die Frage nach der Per
spiration. Auch diese wird in den meisten Fällen als normal angegeben.
Putegnat gibt an, dass bei seinen Kranken dieselbe ganz fehlte, ebenso
Förster, Curzio und. Wernicke.
Rilliet und Guillot geben sie als verringert an, ebenso Nor dt. Dieses t 1 » 0 '
tum muss uns Wunder nehmen, da in allen microscopischen Befunden die Schweiss-
gänge und Schweissdrüsen als normal angegeben sind. Durchaus nicht wunderbar
hingegen scheint uns eine bedeutende Schweissentwicklung, wie sie bei An spitz, bei
Mosler und bei Rasmussen notirt steht.
Farbe des Sclerom.
Auch die Farbe der befallenen Haupttheile wird in den verschiedenen Kranken
geschichten ungemein verschieden angegeben; es sin,d beinahe alle Schattirungen vom
Weissgelblichen zum tiefen Braun vertreten. Ganz bestimmt geht Gintrac doch 5? u
weit, wenn er 2 Arten von Sclerom unterscheiden will, je nachdem ob die Haut
braun oder gelb ist. Es fragt sich nur, woher stammt die veränderte Farbe. Pigment
scheint nicht die Ursache zu sein, da von einem solchen in keinem Sectionsbefunde
etwas mitgetheilt ist, das Pigment aber, welches Auspitz gefunden hat, wird wohl dem
Intermittens seine Entstehung verdanken. Wir müssen uns nun wohl dabei begnüge"»
dass Runzelung, Austrocknung und Zusammenziehung der Haut im Stande sind, de«
Lichtbrechungscoefficienten zu ändern.
In den Fällen von Nordt, Wernicke und Rasmussen war die Farbe J c
dunkler je mehr das Sclerom an der Stelle ausgeprägt war.
Eckström fand die befallenen Wangen geröthet. Mosler in einem FaH c
hellbraune Farbe, Gesichtshaut grau, in einem zweiten Falle die Haut broncefarbig-
Gintrac fand 3 Mal die Haut bräunlich und dunkel, einmal anämisch und bl» sS
Rilliet in einem Falle die Haut blass; T hi rial notirt 2 Mal normale Farbe.
Man sieht aus den angegebenen Daten, wie verschieden die Farbe sein kan"
Arning hatte in seiner ersten Arbeit Neigung, ebenso wie Wernicke und Nordt»
aus der Farbe auf den Grad des Sclerom zu schliessen, doch hat er in seinem s , ' wCl
ten Aufsatz das wiederrufen und wie Mosler behauptet, dass man aus der Farbe
Nichts schliessen kann.
In sehr vielen Krankengeschichten wird nun zugleich angegeben, dass dm
Haut glänzend war, so in einem Falle von Mosler, bei mir, bei Arning etc. W® 8 »
nun die Consistenz des befallenen Thejls anbetrifft, so ist im Allgemeinen dieselbe
vermehrt, doch sind die verschiedensten Bilder angewandt, um die mehr oder mind< r
bedeutende Härte zu bezeichnen. fhirial sagt, die Haut hat eine Consistenz, ^
bei einem gefrornen Cadaver. Andere vergleichen sie mit Leder, Holz, Pergament et

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