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Bei Vi 1 lernin ist Gesicht, Hals, Nacken, Rücken und theilweise der Ober
körper und die Arme befallen.
Bei Wernicke sind nur Arme und Rücken befallen.
Bei Arning der ganze Körper, Zunge und Uoula.
Bei Mosler in einem Fall eine seitliche Körperhälfte; in einein andern Gesicht,
Hals, Brüste, Arme.
Bei Fiedler in einem Falle ein Theil der Hände, die Vorderarme, Füsse
und Unterschenkel.
Bei Bouchut die obere Körperhälfte, an den Beinen nur Spuren.
Bei Put eg ii at und Rilliet die Extremitäten.
Bei Nor dt fleckenweis Gesicht, Hals und Brust.
Können die Schleimhäute von dem gleichen Processe befallen werden ■
Auspitz leugnet es, doch sehr mit Unrecht, denn nicht allein Curzio, sondern
auch Arning führen Fälle an, in denen die Zunge afficirt war, und letzterer hat
gezeigt, dass auch unter dem Microscop der Process der gleiche war. Gintrac hat
2 Fälle, in denen die Zunge ergriffen war. Rilliet fand einmal dieselbe voluminös,
hart, von dickem Ueberzug bedeckt, an der Spitze roth. Bei Nor dt ist die Schleim'
haut des Mundes gespannt.
Von den meisten Autoren ist constatirt worden, dass die unterliegenden
Muskeln nicht erkrankt sind, sondern nur durch die Veränderungen der darüber
liegenden Haut behindert sind normal zu fungiren. Doch ist in manchen Fällen»
trotz hohen Grades des Uebels ganz gute Beweglichkeit, so bei Mosler, Verf. und
selbst zum Theil bei Arning. Etwas Anderes scheint es mit den unterliegenden
Gelenken zu sein. In normalen Fällen wird hier die Spannung, welche die Haut
erleidet, genügen, um die Bewegung der Gelenke zu hindern, in andern ist jedoch
entschieden ein Leiden derselben selbst hinzugetreten, so bei Brück.*)
Leider fehlen über diese Fälle alle Sectionsbefunde.
Bei Wernicke ist der ganze Prozess noch in strahlenartigen, streifenförmige 11
Strängen ausgebildet, und will W. daraus eine besondere Art, eiatrisirendes Sclerom,
machen.
Endlich ist noch zu erwähnen, dass in den Fällen von Binz, Förste 1 '»
Wernicke, Mosler, G a mb er in i, Plu auf scheinbar sehr leichte, unbedeutende
Ursachen Risse und Geschwüre entstanden, welche entweder ziemlich leicht mit
Narben heilten oder allen Versuchen der Heilung widerstanden. Im Falle von Fiedle"
Anmerkung. Wie in manchen Beziehungen, so auch in dieser ist der Fall von Rasmussen
interessant und aussergewohnlich. Wie aus der angeführten Krankengeschich* 0
hervorgeht, sind die mm. intercoatales im 3. und 4. Intercostal!raum schwiel'r
entartet.

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