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Um so mehr, da R. selbst angibt, dass die Zellen geschieden sind von einer homo
genen oder schwach fibrillären Zwischensubstanz.
Aber, höre ich schon sagen, da haben wir eine Menge Material und wer soll
Ul >s aus diesem Labyrinthe retten. Förster hat seinen eigenen microscopische Be
fund, Arning auch, beide weichen schon in manchen Dingen von einander ab, nun
kommt auch noch Rasmussen und wirft da eine ganz neue Geschichte hinein. Da
hilft nun auch schon der Leztere indem er sagt: Thus it appears to me, too much
stl ’ess has teen laid upos the sclerosis, the hardening, which certainly most strikes
both the patient and the observer, bat which, nevertheless is only the final stage of
i'he disease.
Ich bin fest überzeugt, dass die Sclerodermie nach Ursprung und ersten Sta
dien in den verschiedenen Fällen sehr verschieden ist, das Endstadium hat den Na-
men gegeben und in dem sind denn auch gewiss alle Fälle gleich, überall ist die
^ucheruno; des Binde- und elastischen Gewebes das Wesentliche.
Ferner gibt R. selbst an pag. 312. In none of the cases discribed was any
Cor d like swelling af the lymphatics met with and only in one was a considerable
^veiling of the lymphatic glands observed in the affected part (Wernicke). Auch
das ist doch eben kein Grund zur Aehnlichkeit mit Elephantiasis Arabum. In
deinem Falle kannte ich eine leichte Schwellung der Drüsen im Trigonum subin-
Thnale dextrum constatiren, ohne dass ich im Mindesten Gewicht darauf legen
möchte.
Endlich führt R. Virchow an und erzählt, dass dieser Autor das Sclerom
a K nahe verwandt zur Elephantiasis ansieht. Leider muss R. jedoch selbst zugeben,
dass Virchow’s Ansicht über Elephantiasis sehr weit ist und derselbe gewiss nicht allein
K- arabum im Sinne hat, sondern jede Wucherung von Bindegewebe Elephant, nennen
Möchte, einerlei, ob es ein Tumor albus, eine Cirrhosis hepatis oder ein Fibrom ist.
1,1 diesem Sinne bin ich auch mit Freuden bereit, meine ganze Polemik gegen die
Verwandtschaft beider Processe aufzugeben und die Sclerodermie in diese grosse
Krankheitsgruppe als Glied einzuführen.
Ausdrücklich sagt Virchow (C. c. pag. 302): „Dass die Scleriasis den „ele-
Phantiastischen“ Formen sehr nahe steht, kann nicht bezweifelt werden.“ Dann steht
P a g- 298: „Fuchs hat neuerlich vorgeschlagen, für die Elephantiasis arabum zu sagen
Pachydermia, indess ist die Elephantiasis keineswegs eine blosse Verdickung der Haut,
s °ndern ein Process, der sehr viel tiefer greift.“
Zum Schluss werfen wir noch einen Blick auf die Arbeit über Elephantiasis
Arabum von 0. W eher im Handbuch der Chirurgie von Pitha und Billroth (11. Bd.
d Abth. pag. 25.) Weber sagt über den Verlauf, dass die Elephantiasis mit einem Ery-
Sl Pel beginne, verbunden mit derber ödematöser Anschwellung und Betheiligung der
Kymphgefässe, welche in Form röthlicher, netzförmiger Streifen hervortreten und so

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