Nerven sind ungemein viele da. Schweissgänge, Haare ohne Äenderung. Die
Knoten in der Pleura, Diaphragma, Leber bestehen aus zarten, lymphoiden Zellen in
einer homogenen Zwischensubstanz. Sie sind an einzelnen Stellen in Menge da, an
anderen nur sparsam. Ihr Verhältniss zu der Art ist kein solches, wie in der
Haut, irn Gegentheil scheinen die Lymphzellen von den Bindegewebszellen aus
zugehen.
So weit Rasmussen. Man sieht, dass der Forscher seinen Fall mit einen
ungemein zähen Fleiss studirt hat und Nichts ausser Augen gelassen.
Ich möchte nun die letztbeschriebenen Knoten in der Fleura etc. minz einfach
für Sarcom oder Fibrosarcom halten und muss jedem Urnbefangenen einleuchten,
dass eine andere Deutung nicht wohl möglich ist, wenigstens ein Zusammenhang des
Knoten mit der Sclerodermie nicht denkbar ist, man müsste denn sagen, dieselbe
Ursache, welche in der Haut die Neubildung von fibrösem Gewebe zu Wege gebracht,
hat auch Neubildung fibröser Art in den verschiedensten Organen hergestellt, ein
Standpunkt, auf den man sich nach Billroth's Theorie ganz gut stellen kann. (BiH'
roth Allgein. chirurg. Pathalogie und Therapie. 11. Aufl. pag. 61S et seq. Berlin 1866.)
Damit habe ich auch schon ausgesprochen, dass ich die Anhäufungen von
Zellen um die Gefässe als ersten Schritt zur Bildung von fibrösem Gewebe ansehe,
Anmerkung. Bietet nun der Sectionsbefund von R. irgend Etwas, was an Elephantiasis ArabuW
erinnern könnte. Ich habe Nichts gefunden, es fehlen schon in den macros-
copischen Bildern die Ektasieen der Lymphgefässe, die Wucherungen der P a '
pillarschicht des Corium. Noch mehr aber, es fehlen dieselben auch in den n» 1 '
kroscopischen Bildern, denn unmöglich kann R. doch die Anhäufung von Lywph'
zellen-ähnlichen Zellen alä wirklich ( mit dem Lymphgefässsystem im Zusammen
hang stehende Sachen ansehen. Viel eher könnten es ausgewahderte weisse
Blutkörperchen sein. (
Ich komme überhaupt nur noch dieses Mal auf die Verwandtschaft zwischen
Elephantiasis und Sclerodermie zurück.
Billroth sagt 1. c. p. 410: In Folge zelliger Infiltration durch chronische
Entzündung entsteht ein Zustand, den man im chirurg. Sprachgebrauch an d er
Haut als sclerotische Verdickung und wenn diese Verdickung eine knotige Form
annimmt, als Elephantiasis im allgemeinsten Sinne des Wortes zu bezeichnen
pflegt.
Aber Billroth sagt dabei, dass aus diesen Zellen Bindegewebe entsteht un
spricht durchaus nicht von Elephantiasis Arabum, sondern von einem Ausdruck,
der sfcli in der Chirurgie eingeschlichen, der aber ferner möglicher Verwechse
lungen wegen besser zu verbannen ist.
Dieser Gesichtspunkt auch war es, der mich nöthigte, die Sectionsbefundc
und die Ergebnisse der microscopischen Untersuchungen, soweit es möglich, g e
nau wiederzugeben, wenn alle Autoren dasselbe gefunden, wäre die Mühe nutz
los gewesen.

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