Pathologische Anatomie.
Aus den Zusammenstellungen über die Todesursache bei den Kranken, die an
kclerom litten, ergibt sich, dass eigentlich Keiner an dieser räthselhaften Krankheit
erstorben ist, immer ist der nächste Anlass zum Tode in complicirenden Uebeln
Zu suchen. Auch Rasmussens Fall kann diesen Satz nicht umstossen, denn ich
denke unten zu beweisen, dass die Kranke neben dem Sclerom an andern Uebeln
Selitten, welche an und für sich genügend waren, um dem Leben ein Ende zu
Aachen.
Dazu kommt noch, dass die meisten Kranken nur eine Zeit lang in den
° s pitälern beobachtet sind und dann ihren Aerzten aus den Augen gekommen. Aus
_ lesen beiden Gründen erklärt sich, dass Sectionsbefunde seltene Sachen sind, welche
.Kdoch, Dank dem Fleisse von Arning, Förster, Rasmussen und Anderen in
dei' That so sehr ausgebeutet sind, als nur möglich.
Sei es mir erlaubt, gleich hier, soweit es möglich, den Ausgang bei den ein-
z elrien Kranken anzuführen. Ohne einen solchen mussten ihre Krankengeschichten
bieten: Roger, Rilliet in 2 Fällen, Putegnat, Nordt, Verf, weil eben die Pa-
tle T)ten zu früh aus der Behandlung kamen und verschollen blieben.
Tod der Patienten ist verzeichnet, bei Forget im höchsten Marasmus, Ar-
jj ln g in Folge von Lungenleiden, Förster wegen Phthisis, Auspitz durch Morbus
n ghtii nachtIntermittens, bei Köhler durch Insufficiens der Mitralis, Rasmussen
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e uritis exsudativa, Gintrac, Decubitus.
Indem ich nun die Ansichten verschiedener Autoren, welche keine Sectionsbefunde
/iUr Seite hatten, der Curiosität wegen kurz anführen werde, theile ich dann Aus-
l 'S e aus den Sectionsbefunden, soweit mir solche zugängig waren, mit.
M’Donnell spricht die Vermuthung aus, dass die Affection zunächst ihren
‘D- im Unterhautzellgewebe habe, ohne indess von einer dort bestehenden Ödemato-
^filtration abhängig zu sein. Nach Fuchs wird die Härte durch eine rheumat.
Xs udation in den Pauniculus adposus bedingt und durch Verschrumpfung derselben.

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