Von Eckström, Villein in, Mosler (?), Forget dem Ausbruch der Krankheit
längere oder kürzere Zeit Erysipele vorausgingen. Gehen wir jedoch einmal näher
a üf diesen Gegenstand ein und sehen zunächst, mit welchen Gründen 0. Weber
( a - o. Op. 30) die Hypothese stützen will, dass die Sclerodermie der Elphantiasis Ara
bern nahe verwandt ist, so finden wir in der That Nichts Beweisendes. Er sagt, dass
cs sich in beiden Zuständen um eine Krankheit handle, die man sich durch Erkäl-
tung und Rheumatismus holen kann. Das ist natürlich kein Beweis für die nahe
Verwandschaft. Weber muss selbst zugeben, dass meist die rosenartige Entzündung
fehle, dass Temperaturerhöhung nicht eintrete, dass gewöhnlich die obern, selten die
untern Extremitäten befallen werden, dass die Wucherungen des Papillarkörpers fehlen,
"'eiche für die Elephantiasis so characteristisch sind Wenn man das zugeben muss,
80 bleibt nach meiner Ansicht nicht viel, um die V erwandtschaft zu begründen
Den Hauptstoss erhält jedoch Webers Annahme durch den microscopischen
Befund von Förster und Arning. Dieselben fanden Nichts von den Leiden der
^ywiphgefässe, welche doch das Wesen der Krankheit von Barbadoes bildet.
So stand die Sache bis zum September 1867, in welchem Monat eine Schrift
v °n Rasmussen erschien, welche es sich zum Gegenstand gemacht, die Verwandt
schaft der beiden Krankheiten zu beweisen.
Ich halte .den Gegenstand für zu wichtig, um mit wenigen Worten über den
selben hinschlüpfen zu können und da ich viele Schlüsse und Folgerungen ernstlich
Zu bekämpfen gedenke, halte ich es für meine Pflicht, im Auszuge das Wichtigste
untzutheilen.
Marg. Steffens, Frau 46 Jahr alt, bis dahin ganz gesund, Menses seit eini
gen Monaten eessirt, bemerkte seit 22 Monaten, dass eine Zahl kleiner Knoten sich
ln der rechten Brust bildeten. Dieselben verschmolzen nach und nach zu einer harten
^ a sse, zugleich zog sich die ganze Mamma bis auf eine kleine, harte Geschwulst zu-
Sai ninen. Heftige rheumatische Schmerzen peinigten Patientin.
Am Ende October 1865 wurde sie ohne besondere Ursache von Fieber und
Schmerzen im rechten Arm befallen. Es entstand dann auf demselben ein Erysipel,
^as über den ganzen Arm und zum Rumpf ging. Ausbruch von Blasen auf dem be
fallenen Theile. Hohes Fieber von beinahe typhösem (?) Character. Nun 'ging das
® r ysipel zur linken Brust und Arm Sudamina und bedeutende Perspiration der
^Heile. ln der rechten Achselhöhle und im linken Bein entstand je ein Abscess.
*c Incision entleerte eine Menge Eiters, worauf die Schwellung in den Extremitäten
"ächliess. Anfang Januar ward Patientin ganz geheilt entlassen.
. Kurz nach der Entlassung begann die Geschwulst des rechten Armes von
üem aber ohne Fieber und Schmerz. Sie scheint sich von der Mamma gegen die
1 c bulter und Hand ausgebreitet zu haben. Dann ging die Schwellung über die ganze
v °i'dere und seitliche Fläche der Brust, über die Scapula und über die Mittellinie

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