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namentlich die Steigerung der ominösen Symptome nach den Untersuchungen, beson
ders nach der Untersuchung der Uterushöhle mittelst der Sonde und der bei dersel
ben Gelegenheit von mehreren Studenten wiederholten bimanuellen Exploration. Dass
hiedurch der Uterus zu viel gereizt, vielleicht zu neuen Contractionen angeregt, dass
die Umgebung desselben, seine Bänder und Adhäsionen gezerrt worden seien, scheint
u ns nicht unwahrscheinlich. Glücklicher Weise ist die drohende Gefahr einer Ver-
eiterung des von uns angenommenen Exsudats mit ihren Folgen durch strenge Beob
achtung ruhiger Lage, durch Anwendung von Eis, Blutegeln u. s. w. vorübergegangen,
und endlich eine vollständige Heilung eingetreten.
Die von West ausgesprochene Hoffnung, dass in dem Falle von Tyler Smith
nicht nur der Zufall dem Blasentampon eine so günstige Wirkung verliehen, glauben wir
durch unsere Krankengeschichten als eine gut berechtigte bewiesen zu haben. — Es darf
nach unserer Meinung bei der Behandlung der chronischen Inversion die Exstir-
Pation des Uterus erst dann in Frage treten, wenn man mit ausdauernder Aufmerk
samkeit die Wirksamkeit des Tampons geprüft hat. Die Krankheitserscheinungen
endlich, welche nach der Reinversion bei unserer Patientin auftraten, fordern uns auf,
auch der Nachbehandlung nach gelungener Reposition eine ganz besondere Sorgfalt
z u widmen.

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