wiederholt. Der Uterus scheint etwas nach links geneigt; der Cervicalkanal ist noch
für den Finger durchgängig, die Wand desselben gefaltet. Die Uterussonde wird ein*
geführt und zeigt, dass die Höhle des Organs die normale Länge um ein Minimum
(2 Linien) überschreitet. — Nachdem die bimanuelle Untersuchung noch von mehreren
der anwesenden Zuhörer wiederholt ist, klagt P. wieder über Schmerzen in der linken
Inguinalgegend. Untersuchung sofort eingestellt, ein Eisbeutel applicirt. Am Nach
mittage etwas Hitzegefühl (Abendtemp. 38,8° C,), das sich am folgenden Tage wie
derholt, verbunden mit intermittirenden Schmerzen im Unterleibe; letzterer etwas aul-
getrieben, und in seiner linken Hälfte mehr empfindlich. (Temp. Morg. 36,8° G.
Abends' 38,8°). — Behandlung mit Eis fortgesetzt, Abends Morphium gereicht. Fieber
und leichte intermittirende Schmerzen im Unterleibe bestehen noch in den folgenden
Tagen fort. (Temp. 38 — 39° C.) Am 19. Juli und in den folgenden Tagen wird
noch immer eine vermehrte Resistenz über dem linken Schambein (Uterus) gefühlt,
wenn gleich die Druckempfindlichkeit allmählich nachlässt, und der Unterleib h n
Uebrigen wenig ausgedehnt ist. Es werden 5 Blutegel auf die linke Inguinalgegend
gesetzt.
Am 26. Juli Erbrechen ohne nachweisbare Ursachen und scheinbar bedeu
tungslos. Ebenso am 3. Aug. Eckel und Erbrechen mit vermehrten Schmerzen im
Unterleibe, besonders wiederum links. Bis zum 6. Aug. tritt Besserung ein. Es be
steht kaum Fiebertemperatur. Es ergiebt jetzt eine genaue Untersuchung noch immer
über dem linken Schambein in der Höhe von 2 bis 3 Fingern eine etwas empfind
liche oberflächliche Härte, die von der Vagina aus im vordem und linken Scheiden-
gewölbe ebenfalls zu fühlen ist. Hinter dieser scheint der Uteruskörper zu liegen.
Am 16. August ist diese Härte noch immer deutlich. Allgemeinbefinden und Appetd
gut. Es werden Kataplasmen auf den Unterleib gemacht. Wegen anämischen Aus
sehens erhält die P. Tinct, ferr. pom. In der folgenden Woche erst nimmt die R e *
sistenz der linken Inguinalgegend an Umfang ab; es wird über dem linken Scham
bein in der Tiefe der Körper des Uterus fühlbar. — Schon am 26. August bestätig 1
der Eintritt der Menstruation die Vollendung der Heilung. Der Blutverlust bei der
selben ist spärlich, und dauert 2 bis 3 Tage lang, ohne Beschwerden. Von nun an
bessert sich das Aussehen der Patientin entschieden. Bei einer Untersuchung am 5.
September zeigt sich die Vaginalportion kurz, cylindrisch, hoch stehend.- Der äussere
Muttermund ist noch immer geöffnet, der Cervicalkanal trichterförmig nach oben sich
verengernd; der fundus uteri ist nach links reklinirt, beweglich von den Bauchdecken
aus noch über dem linken Schambein fühlbar. Da man von einer noch bestehenden
geringen Härte im Scheidengewölbe rechts und hinten von der port. vag. keine Ge
fahr mehr besorgt, wird es der Patientin erlaubt, aufzustehen. Am 25. Septembei
tritt die Menstruation zum zweiten Male ein, abermals 2 bis 3 Tage dauernd Nach
Beendigung derselben ergiebt eine genaue bimanuelle Untersuchung so ziemlich das

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.