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der alle 12 bis 14 Tage wiederkehrte und nur einige Stunden dauerte, waren 5 Jahre
lang bei einer Kranken die einzigen Symptome. — Man findet sogar Fälle verzeich
nt, wo die inverio uteri keine weiteren Folgen hatte, als verstärkte Menstrualblu
tungen, die auch mit den Involutionsjahren des Weibes aufhörten.
Worauf eine symptomatische Behandlung vorzüglich Rücksicht zu nehmen
hat, wie die Blutungen, die Entzündungen, die Gangrän des Uterus, wie die Symp
tome von Seiten der Harnorgane und des Darms am besten bekämpft werden, wie
tfian den vorgefallenen Uterus in der Scheide zurückhalten, und gleichzeitig die durch
frühere Blutverluste eingetretene Anämie heben soll, wollen wir hier nicht weiter
Erläutern.
So lange die Ursache aller dieser Leiden, die umgestülpte Gebärmutter in der
Scheide liegen bleibt, ist die Behandlung derselben mühsam und wenig dankbar.
Die Beobachtung von Fällen (West, Lehrb. d„ 1 rauenkrankh. II. Aufl.
P- 274), in denen hin und wieder Frauen das Herausreissen des Uterus durch un
wissende Personen bei der Entbindung überlebten, das gelegentliche Vorkommen von
Pallen, wo der invertirte Uterus sich brandig abstiess, und die Kranke doch von dem
Zufall genass, und die überkühne Chirurgie des sechszehnten und siebenzehnten Jahr
hunderts haben die Aerzte mit der Idee, den irreponibel gewordenen prolabirten oder
üivertirten Uterus zu entfernen, vertraut gemacht.“ — Doch erst seit Ende des vori-
§ e n Jahrhunderts fing man an, die Indicationen und die Ausführung dieser Operation
genauer aufzustellen.—Breslau» (de totius uteri enstirpatione, Monachii 1852)
z ählte seit 1802 im Ganzen 31 Fälle, in welchen bei Inversion der ganze Uterus
e ütfernt wurde, darunter 22 Mal mit glücklichem Erfolge. Nach West führten von
Uterusexstirpationen 12 zum Tode und 36 zur Heilung, bei zweien wurde die
Op
urationen unterbrochen. Wenn somit etwa auf* 4 Operationen ein Todesfall kommt,
So scheint uns dies grade kein schlechtes Resultat zu sein. In den Fällen, wo die
Operation mit gehöriger Ueberlegung nach vorher gemachter richtiger Diagnose, ge-
mac ht wurde, hat das Resultat sich noch günstiger gestaltet. Von jenen 31 von Bres-
lau z usammengestellten Exstirpationen des invertirten Uterus waren nur 20 absicht-
h°h unternommen, von diesen starben nur 3. Auf der andern Seite müssen wir wohl
an Uehmen, dass die unglücklich verlaufenen Fälle, besonders die, wo eine Inversion
einen Polypen gehalten wurde, nicht immer mit derselben Offenheit publicirt
^°rden sind, wie die glücklichen. —
In früherer Zeit scheint man mit der Operation leichter bei der Hand ge-
Wesen zu sein als jetzt. Gelang die Reposition mittels der Hände, mittels umwickel-
Sonden oder anderer Instrumente nicht, so schien, wenn überhaupt die Grösse der
Jei den dringend Abhülfe forderte, die Exstirpation indicirt. Wenn diese nun auch
j*fruials gelungen ist, und die Kranken von ihren Beschwerden vollkommen befreit
a ^’ so i s t s ie doch immerhin eine sehr eingreifende und gefährliche Operation zu

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