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mit bedeutendem Blutverlust verbunden, bis sie vor 3 /* Jahren cessirte. —• Status
praesens vom 9. Januar 1868. Pat., von kleinem schmächtigen Körperbau, zeigt ein
blasses, anämisches Aussehen und die Körperzustände, welche man unter dem Begriff
„scrphulöser Habitus“ zusammenfassfr. Durch mittelst Clysmata hervorgerufene De-
fäcation ist die polypöse Wucherung aus dem Anus herausgedrängt und bietet fol
gende Verhältnisse. Sie füllt die Kräria ani unmittelbar vom Rand der hintern Com-
missur der grossen Schamlefzen 15 ,Cm. nach hinten so vollkommen aus, dass sie
sich mit einer Breite von 8 Cm. auf beide Hinterbacken legt, im Grossen und Ganzen
eine länglich ovale Geschwulst darstellend. Ihr Dickendurchmesser, senkrecht von
ihrem höchsten Punkt bis zu einer durch den After gelegten Ebene gemessen, mag
5 Cm. betragen. Ihre Oberfläche entspricht der Hälfte eines Elipsoids. Diese Con-
touren umschreiben eine Geschwulst, die aus unendlich vielen kleineren und müsse-
ren polypenartigen Wucherungen zusammengesetzt ist, welche durch die Formation
der Lokalität so aneinander gedrängt sitzen, wie die Beeren an einer Weintraube.
Der breite Stiel dieser Geschwulst kommt nämlich aus der Aftermündung heraus,
doch gelingt es nicht, an ihrer Peripherie, zwischen dem Stiel und dem Anusrand,
in das Rectum hineinzugelangen, sondern es erscheint dem tastenden Finger, als setze
sich die Basis der Geschwulst unmittelbar in die Schleimhaut der untern Analportion
fort. Die meisten der die Geschwulst zusammensetzenden Polypen haben eine röth-
liche Farbe, einige zeigen eine schon mit dem blossen Auge erkennbare Vaskulari
sation. Die Polypen, welche in der Nähe der Scheide gruppirt sind, also bei der
Rückenlage der Patientin (in welcher sie untersucht wurde) die obere Partie der
Geschwulst bilden, zeigen eine mehr dunkel-kirschrothe Färbung, während die Farbe
der andern mehr ins Gelb-röthliche spielt. Manche sind stellenweis gleichmässig
schiefer- oder aschgrau gefärbt und mit kleinen schwarzen Pigmentflecken versehen.
Auf vielen haftet eine fasrige graugelbe Detritusmasse, welche theils durch Wasser,
theils leicht mit der Pincette sich entfernen lässt. Gleichmässig überzogen werden
alle von einer klaren visciden Flüssigkeit, welche ziemlich reichlich von der Geschwulst
abtröpfelt. Theilweise scheint aber diese flüssige Absonderung aus einer in der Mitte
der Geschwulst belindlichen, im Ganzen von oben nach unten verlaufenden unregel
mässigen Spalte zu kommen, die von den hier auseinander weichenden Polypen ge*
bildet wird. Durch sie gelangt der untersuchende Finger mit so grosser Leichtigkeit
ins Rectum, dass man eine Erschlaffung des Sphinkters annehmen muss. Die Consi-
stenz der Polypen ist eine weiche, fast gallertige, indem sie sichleicht comprimiren
lassen. Doch ist dass Gefühl bei der Compression nicht, wie das bei den Hämor
rhoidalknoten ; die Masse entweicht nicht unter dem Fingerdruck, sondern wird wirk
lich in sich zusammengedrückt. Die Grösse und Form ist ausserordentlich verschie
den. Während einzelne als kaum stecknadelknopfgrosse, rundliche, mit breiter Basis
aufsitzende, fast durchscheinende Bläschen erscheinen, messen andere mehrere Cm-

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