40. 1843. Dymitrowitsch. (Gaz. des Hop. 1843. pag. 33.) Excision eines
voluminösen Tumors bei einem 5jährigen Mädchen.
41. 1843. Gigon. (Ueber Mastdarmpolypen. Oestr. med. Wochenschrift, Sept.
1843) unterscheidet solche Polypen, welche von der mucosa ausgehen, 2tens gestielte
fleischartige und 3tens schwammige, welche nach der Wegnahme wiederkehren. Er
empfiehlt die Ligatur.
42—44. Dotzauer. (Bair. Corresp. Blatt Nr. 27, pag. 43.) Die Mastdarmpolypen
sind hypertrophische Schleimhautgebilde, als Folge von Reizung und Auflockerung der
Schleimhaut durch scharfen Darmschleim, welcher so häufig bei Anwesenheit von As
cariden sich bildet. Hinzukommende Tenesmen fördern das Uebel. Sie sind am
häufigsten zwischen dem 2ten und 7ten Jahr und bei schwächlichen Kindern. In
3 Fällen, bei einem 3Y2jährigen Mädchen und 2 resp. 5 und 7jährigen Knaben Hessen
die Beschwerden auf Dasein von Würmern schliessen. Durch das Abbinden der hasel-
nussgrossen Polypen vollkommene Genesung.
45—51. Godemer (Revueil des Trav. de la Soc. med. du departement d’Indre
et Loire. 1843) sah 7 Polypen bei 2—11 Jahr alten Kindern. Sie sahen wie Erd
beeren aus, hatten einen 2—4 Ctm. langen Stiel und veranlassten oft starke Blutungen.
52—57. 2843. Gigon (Annal d’obsted etc. Avril 1843) glaubt, die Rectum-
polypen entbehrten eines epidermoidalen Ueberzugs, so dass er ihre fleischige Masse
mit einer Kirsche vergleicht, von der man das Oberhäutchen entfernt hat. An ihrer
Oberfläche, sagt er, sickert beständig eine blutige Flüssigkeit aus, bald häufiger, bald
seltner kommt es zu wirklichen Blutungen. Er theilt sie ein in weibliche Schleim-
polypen, vegetative und wirkliche Fleischpolypen. Nicht Vorfall sei die Ursache
sondern es sei eine wirkliche Neubildung. Die Furche an den Excrementen, welche
man als pathognostisch bezeichnet habe, sei nur selten wegen der Kleinheit der Po
lypen. Sich selbst überlassen wüchsen sie höchstens bis zur Nussgrösse. Sie können
sich von selbst ablösen aber auch durch die anhaltenden Blutungen die Gesundheit
untergraben. Er empfiehlt die Ligatur, verwirft das Abschneiden wegen der Blutung
in seinen Fällen löste sich die unterbundene Geschwulst nach 3- 4 Tagen ohne wei
tere Reaction ab.
58—62. 1844. Dr. Schütte (Hannov. Annal. Nr. 7. lV. 1.) sah 5 Fälle,
3 bei Mädchen 2 bei Knaben von 2 bis zu 6. Iahren. Alle waren gesund, auch der
Blutverlust während des langdauernden Leidens hatte ihre Constitution nicht alterirt-
Erbliche Anlage konnte nicht nachgewiesen werden, auch kein Recidiv nach der Ent
fernung durch die Ligatur. Der Stiel mehrere Zoll lang, von der Dicke eines Raben
federkiels, war weissgrau und glatt. Die am Ende des Stiels sitzende Geschwulst war
rundlich, dunkelroth, mit warziger Oberfläche, schmerzlos bei Berührung, von Kirschen-
bis Taubeneigrösse. Als einzige Symptome führt Schütte die Blutungen an und
das Hervortreten des Tumors beim Pressen; die Defäcation war weder schmerzhaft

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