und Quell schwamm wurden diese Geschwülste so gründlich beseitigt, dass
nicht allein alle Beschwerden alsbald schwanden, sondern auch „am Ende
der 7. Woche nichts Abnormes mehr zu entdecken war, ebensowenig etwas
von der vorigen Härte und Verengerung, als von einer etwa zurückgeblie
benen Erschlaffung oder Lähmung des Sphincters.“ Kein Recidiv.
c. Ein 37jäbriger Tuchmacher hatte seit Y* Jahr immerfort Drang zum Stuhl
gehen und beschwerliche Leibesöffnung. Er klagte, dass ihm jedesmal durch
das heftige Pressen ein Theil des Mastdarms vorfalle. Die örtliche Unter
suchung zeigte am hintern Rand der Aftermündung, wo er gewöhnlich den
Vorfall erlitt, eine runde, ziemlich fest umschriebene Wulst von Wallnuss
grösse, daneben und darüber mehrere kleinere von Bohnengrösse. Durch
Pressen wurden sieben erbsengrosse, dicht aneinander gereihte Knoten, von
deren einigen die Basen schon zusammengeflossen waren, sowie ein kuglicher
Auswuchs von der Grösse einer Kirsche, welcher höher lag und mit einem
dünneren Stiele aufsass, vor die Aftermündung gebracht. Alle wurden mit
dem Messer entfernt ohne merkliche Blutung. Kein Recidiv.
d. Eine 60 Jahr alte Frau litt seit 5 Jahren am schmerzhaftem Drängen auf
den Mastdarm, Verstopfung, sehr beschwerlichem Stuhlgang. Wurde ver
geblich wegen Hämorrhoiden behandelt. Es fand sich bei ihr der linke
innere Afterrand mit kleinen Tuberkeln besetzt, am rechten stand eine be
deutend grosse Geschwulst hervor; auch höher oben fühlte man mehrere
ähnliche grosse, mit kleinen untermengte Excrescenzen. Die Compression
wird versucht, aber durch falsche Scham Vereitelt.
e. Bei einem 50jährigen Manne lag der untere Iheil des Mastdarms nach aussen
umgekehrt, dicht besetzt mit unzähligen grössern und kleinern wenig em
pfindlichen Excrescenzen aller Form und von gelbröthlicher Farbe. Diese
Afterbildung erstreckte sich noch weiter in die Höhle des Mastdarms; soweit
man mit dem Zeigefinger reichen konnte, kamen ihm Tuberkeln entgegen.
Die Funktion des Sphincters war aufgehoben, Darmkoth, Blähungen und
röthliches Serum gingen unwillkürlich ab. Ein Zehrfieber raffte den Mann hin.
11. 1821. Howship, prakt. Bemerkungen über Krankheiten der untern Därme
und des Rectums. Bei einem 9jährigen Kinde wird ein kirschgrosser Polyp, „solidus
Se d non scirrhosus,“ durch die Ligatur entfernt.
12. 1828. Schneider, Liebolds Journal T. VIII. Das 7jährige Mädchen sollte
8c hon menstruirt sein. Der Verfasser ergriff den Polypen mit der Pincette, um ihn
z ü betrachten, dabei riss er ab. Heilung.
13 1831. Stoltz. Ein 5jähriger Knabe musste seit 18 Monaten ungewöhn
liche Anstrengungen beim Stuhlgang machen, seit einem Jahre trat dabei jedesmal
eine rothe, blutsikernde Geschwulst aus dem After hervor, welche meist nach 10 Minuten
2

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.