gewebskörperchen, ohne oder mit sparsamen elastischen Fasern. Dasselbe hat an der
Oberfläche eine gleichförmige Begrenzung, oder bildet verschieden gestaltete und ver
schieden zahlreiche Papillen (Uteruscervix. Harnröhre, Ohr). In dem Bindegewebe
verlaufen sehr reichliche Gefässe, welche durch die Basis des Polypen eintretend an
dessen Oberfläche netzförmige Capillaren bilden und in auf dieselbe Weise austretende
Venen übergehen. Nerven sollen in einzelnen Polypen nachgewiesen sein. Das Innere
des Polypen zeigt ausser den an der Oberfläche ausmündenden Drüsen bisweilen bald
mehr, bald weniger zahlreiche andere, welche wahrscheinlich nicht nach aussen sich
Öffnen, übrigens dieselbe Beschaffenheit zeigen. Sie entstanden nach E. V agner durch
Einstülpung des Epithels der Polypenoberfläche, ganz in derselben Weise wie dies
bei ähnlichen Drüsen im Embryo und im Kindesalter der Fall ist. Ihre Vergrösserung
geschieht in derselben Weise, anolog dem physiologischen Typus, durch Ausstülpung
u -s. w. der anfangs schlauchförmigen Gebilde. Das Polypeninnere enthält ferner fast
constant verschieden zahlreiche, bald in der Tiefe liegende, bald die Oberfläche ein
nehmende und hier sichtbare meist kleine runde Cysten mit schleimigem oder mehr
serösem, klarem oder durch Eiterkörperchen und Zellendetritus trübem, weisslichem
oder verschieden röthlieh und bräunlich (durch extravasirtes Blut und dessen Meta
morphosen) gefärbtem Inhalt und mit glatter seröser Innenfläche. Diese Cysten ent
stehen wahrscheinlich stets durch Catarrhe u. s. w. der Drüsen, wodurch sich letztere
111 ihren Stämmen oder Aesten abschnüren. Bisweilen ist die Cystenbildung so aus
gebreitet, dass der Polyp seine drüsige Beschaffenheit verliert und zum sogenannten
Cysten- oder Blasenpolyp wird; doch sind die bisher gewöhnlich so genannten Polypen
bei mikroskopischer Untersuchung fast stets als gewöhnliche Schleimpolypen anzu-
s preehen gewesen.
Die Fleischpolypen zeigen wegen grösseren Gefässreichthums meist eine röthere
barbe als die Schleimpolypen. Die Anordnung dieses Gefässnetzes ist ähnlich wie bei
letzteren, eine solche, dass die Arterien mehr einen centralen, die Venen einen peri
pheren Verlauf nehmen. Ihre feste und glänzende Oberfläche ist bald eben und
glatt, bald, wenn die Polypen aus verschiedenen kleineren zusammengesetzt sind, da
durch höckerig, traubig. Die eigentliche Hauptmasse dieser Polypen bildet ein Ge-
"ebe, welches, aus Bindegewebsfibrillen besteht. Nach der verschiedenen Entwicklung
Un( l Anordnung dieser letztem, sowie nach dem grossem oder geringem Reiehthum
an Gelassen hat man die Fleischpolypen wieder getrennt in sarkomatöse und fibröse.
Als sarkomatöse Fleischpolypen bezeichnet Lebert (Abhandlungen aus dem Gebiet der
praktischen Chirurg, p. 130) solche, welche aus blassen, runden oder ovalen Zellen
bestehen, die, mit zarten Membranen versehen, einen deutlichen Kern mit sehr klei
nem Kernkörperchen zeigen Ausserdem finden sich in ihnen kleine, kernlose Kugeln
Von V200 — V500 Mm. Durchmesser, eingebettet in eine durchsichtige Intercellutarsub-
8 ai m und endlich nach Bardeleben langgestreckte, kernhaltige Zellen, welche gleich

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