Ansatz oder zum Ursprung dient, nicht vorhanden ist, und es zeigt sich auch in der
That in dem Verhalten der Muskeln manches Interessante.
Oberschenkel muskeln.
Ueber das Verbleiben der Oberschenkelmuskeln lässt sich wegen der Schnitt
führung bei der Operation durch das obere Drittel des Unterschenkels, wodurch also
m. gastrocnemius und solaris auch mit betroffen wurden, nur wenig mit absoluter
Sicherheit ausmachen. — So sind am obersten ziemlich unverletzten Theil in der
Nähe des Gelenkes keine Spuren von Muskelinsertionen zu bemerken; etwas weiter
hinunter jedoch, am mittleren Drittel des Unterschenkels, zeigt sich eine Sehne, welche
entschieden von oben herabkommt. Dieselbe läuft in der Länge von 5 Centim., allmälig
schwächer werdend, zwischen dem Muskel flexor digitor commun. long, und einem ano
malen Muskelbauch, der sich unten mit dem extensor dig, comm, verbindet, hin, geht
zürn Theil zuerst in eine kurze Fascia über, und setzt sich, 6 Centim. unterhalb der
oberen Spitze beginnend, in einer Länge von 5 Centim. an die innere Kante an der
concaven Seite -an. Von zwei anderen Sehnenstümpfen, die oben mit Muskeln des
Unterschenkels verwachsen sind, kann man nur mit einiger Wahrscheinlichkeit sagen,
dass dieselben von oben kommen.
Muskeln des Unterschenkels.
M. gastrocnemius (Fig. 8 a). Da vom gastrocnemius nur die Sehne und
e twas wenig durchschnittene Muskelmasse vorhanden ist, darf man sich auf seinen Ur
sprung keinen Schluss erlauben.
M. soleus (Fig. 8b). Dieser entspringt 3 Centim. unterhalb der Gelenkfläche,
anfangs von einem sehnigen Bande, und dann direct vom Knochen in einer Länge
v °n 5 Centim. nach hinten und innen von der äussern Kante (wenn wir uns die Fi
bula normal gestellt denken). Da die innere Kante der Concavität nicht so hoch hin-
auf geht, lässt sich die Fläche nicht genauer angeben. Mit der Sehne vom gastrocne
mius vereinigt, setzt er sich als Achillessehne etwas schief an die tuberoscalcami. Der
Muskel ist gut entwickelt. Von m. plantaris 1. ist keine Spur zu bemerken.
An der Aussenseite.
M. peroneus longus (Fig. 7 u. 8 c). Dieser Muskel, wie sein Nachbar, der
P er on brev. entspringt auf der Fläche zwischen äusserer und vorderer Kante, so
dass in der unteren Hälfte, wo die vordere Kante nach Aussen tritt, diese die Grenze
bildet. Er erhält ausser von den beiden oberen Dritteln des Knochens' auch noch
Fasern von einer sehr starken Fascie, die von oben nach unten geht, und sich unten
an den malleolus ext. befestigt. Die Sehne des Muskels geht gemeinschaftlich mit
der des m. peroneus brevis, sich mit ihr, wie im normalen Zustande, kreuzend, hinter
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