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obersten Ende der fibula wenigstens ist keine Spur von einer Kapsel nachzuweisen,
ebensowenig Anheftungen etwaiger ligaraentöser Verbindungen.
Die obere Gelenkfläche an der fibula selbst, ist unregelmässig convex von
vorn nach hinten und von aussen nach innen; von innen nach aussen ferner etwas
abfallend, wenn auch nicht völlig so deutlich, wie es an der normalen Gelenkfläche
der fibula der Fall ist. Der Durchmesser der Gelenkfläche beträgt etwa 1^2 Centirn.
Das Fussgelenk besteht also nur zwischen fibula und talus mit der erwähnten
kleinen Tuberosität am calcaneus.
Die Gelenkfläche an der fibula liegt, parallel mit der Axe des Knochens, höher
als in der Norm, 2 Centirn. vom untern Ende des Knochens entfernt, bereits an der
Diaphyse, und hat eine Länge von fast 2 Centirn. und eine Breite von etwas über
2 Centirn. Sie zeigt zwei Abtheilungen, die ungefähr auf der Epiphysenlinie durch
eine ebenfalls mit Knorpel bedeckte Erhabenheit geschieden sind. Der obere grössere
Theil steht in seinem obersten Ende mit einem Schleimbeutel in Verbindung, dessen
feste, glatte Aussenfläche zur Bildung der Gelenkfläche mit beiträgt. Dieser obere
Theil der Gelenkfläche an der Diaphyse ist unregelmässig concav und dient zur Ver
bindung mit dem talus. Die untere kleinere Partie der ganzen Gelenkfläche hat an
der Spitze die Grube, welche sich auch an der normalen fibula befindet und aus der
selben entspringend ein Ligament, welches als lig. talo fibulare anzusehen ist. Dieser
untere Theil ,des Gelenks liegt an der erwähnten Tuberosität des calcaneus.
Die Gelenkfläche am talus ist ganz eigentümlich und keiner der normalen
Gelenkflächen dieses Knochens entsprechend. Sie liegt ziemlich senkrecht auf der
Axe des Fusses, hat einen Durchmesser von IV2 Centirn., ist unregelmässig kreisför
mig, indem sie sich nach unten zu etwas spitz bildet, ist schwach convex, in der Mitte
mit einer schwachen Einsenkung versehen. Ihre Ränder sind ähnlich der circum
ferentia articularis radii, etwas überknorpelt, ohne indessen wulstig über den Knochen
hervorzuragen.
An der Gelenkverbindung mit dem Unterschenkel nimmt ausserdem noch, wie
bereits erwähnt, eine Hervorragung an der Aussenseite des calcaneus Theil, die dicht
an der Gelenkfläche des talus liegt und mit dem untern Theile der fibula articulirt-
— Das ganze Fussgelenk wird von einer ziemlich straffen Kapselmembran, die noch
durch einen sehnigen Ansatz des Muskels peroneus tertius verstärkt wird, umschlossen.
Im Chopart’schen Gelenk ist freie Beweglichkeit vorhanden, wie es in der
Norm der Fall ist — Die Gelenkverbindungen zwischen den übrigen Fusswurzel-
knochen, Mittelfussknochen und Zehen bieten nichts weiter Auffallendes dar.
jUnskeln.
Man kann mit Recht auf das Verhalten der Muskeln gespannt sein in unserm
Falle, wo der Knochen, welcher bei Weitem den meisten Muskeln entweder zum
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