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stumpfer werdend, im untern Drittel nach hinten, wo sie sich allmälig verliert. Dieser
Kante an der Concavität gegenüber, entspringt die zweite Kante, die Vordere
(Fig. 4 b), welche am collum fibulae nur schwach angedeutet ist, und, indem sie
nach unten geht, schärfer werdend, schliesslich, nachdem sie während ihres ganzen
Verlaufes etwa eine Viertelkreisdrehung gemacht hat, am malleolus ext. sich verliert.
'— Die dritte Kante, die Innere, liegt an der 'Concavität, tritt erst in der untern
Hälfte hervor und hat neben sich, W/z Centim. vom untern Ende entfernt, ein ver-
bältnissmässig stark entwickeltes foramen nutrit., welches, abweichend von dem häu
figeren Verhalten/ von unten ngch oben geht. Die obere Epiphysenlinie ist etwa
3 A Centim. unterhalb der Spitze deutlich wahrnehmbar, die untere Epiphysenlinie ist
etwa H/ 2 —2 Centim. vom Ende entfernt, also beide Entfernungen den normalen Ver
hältnissen entsprechend. Die untere Epiphyse ist mit einem 2 Millimet. dicken Knorpel
bedeckt, und in ähnlicher Weise die obere.
Ueber die Beschaffenheit der Condylen des Oberschenkels, sowie über eine
etwaige Patella, konnte nichts weiter festgestellt werden.
Der Fuss besteht, soviel sich übersehen lässt an dem Muskelpräparat, aus der
normalen Anzahl Knochen, die aber in ihren Lagerungsverhältnissen in der Weise
ei nes hochgradigen Klumpfusses modificirt sind.
Der talus ist um seine Axe gedreht, so dass die einzig vorhandene Gelenk-
fläche nach aussen sieht. Am auffallendsten an diesem Knochen ist aber eine Ver
wachsung desselben mit dem calcaneus. Die knöcherne Verwachsung findet sich an
fißr Innenseite und entspricht in Ausdehnung und Lage ziemlich der inneren Gelenk
verbindung mit dem calcaneus. In dieser Gegend gehen beide Knochen unpnter-
brochen in einander über, während an den andern Stellen besonders auch am sinus
tarsi die Trennung vollkommen aufrecht erhalten ist; ja der sinus tarsi setzt sich an
fior Aussenseite, statt der normal dort befindlichen Gelenkfläche, in einer Spalte von
Va Centim. Breite nach hinten hin fort, so dass beide Knochen fast nur durch die
knöcherne Verwachsung, welche eine Breite von etwa 1 Centim. hat, verbunden sind.
Her calcaneus ist ebenfalls verdreht, hinten schmal und auf der Strecke zwischen
talus und tub. calcis scharf gekielt. An der Aussenseite neben der Gelenkfläche am
talus befindet sich eine tuberositas mit knorpeliger Oberfläche, welche an der Gelenk
verbindung mit der fibula Theil nimmt. An der Innenseite des Fersenbeines fehlt
^ a s sustentaculum tali, wie auch jede Spur einer Furche für den flexor long, hallucis.
Gelenke.
Ueber die Gelenkverbindung mit dem Oberschenkel lässt sich nur
soviel sagen, dass die Gelenkfläche am Oberschenkel derjenigen am Unterschenkel
ontsprechend war, und dass eine Kapselmembran die Gelenkhöhle bildete. An dem
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