alten, ursprünglich griechisch geschriebenen Katalog herbei, welchen Mabillon (vetera
analecta T. III p. 426) aus einem cod. Corbeiensis mitgetheilt hat, Derselbe ging
ursprünglich bis Hormisdas (f 523) und bietet eine noch ziemlich reine Gestalt des
jenigen Textes, welcher neben dem catalogus Liberianus als zweite Quelle des soge
nannten liber Pontificalis gedient haben muss.
catalogus Liberi anus.
Marcellus ann. 1. m. Yl. d. XX
Eusebius m. 1111 d. XY1
Miltiades ann. Ill m. VI d. Vlll.
Silvester ann. XXI ra. XI.
Marcus m. Vlll d. XX
Julius ann. XV m. 1 [1. 11.] d. XI [1. VI]
Liberius Ziffer fehlt
Felix fehlt ganz
Damasus fehlt ganz
codex Corbeiensis. Hieronymus,
fehlt (aber Marcellinus fehlt ganz
unter dem Namen
Marcellus aufge
führt)
mens.... m. Vlll
ann. 1111 ann. 1111
ann. XX111 m. X ann. XXII
[m. Vlll]*) m. Vll
ann. XV m. 11 d. VlU ann. XVI m. 1111
ann. VI m. 1111 d. Vlll Ziffer fehlt
.... d. 1 [1. ann. 1] arm. 1
YVlll
111 rl 1 r /\
Die Weglassung des Marcellus bei Hieronymus stimmt mit cod. Corbei. überein
und erklärt sich auch hier wol am leichtesten daraus, dass der beiden Listen zu
Grunde liegende Katalog wie der des Eusebios ursprünglich nur bis zur diocletiani-
schen Verfolgung ging, und später fortgesetzt wurde, wobei denn der letzte Bischof
vor und der erste nach der Verfolgung wegen der Aehnlichkeit ihrer Namen mit ein
ander vermischt wurden. Bei Miltiades hat auch der cod. Corb., ebenso wie Hieron.
statt der genauen Angabe des cat. Liberian, ann. Ill m. VI d. Vlll nur ann. IIII, bei
Marcus geben beide nur die Monate an. Bei Silvester ist wieder die Ziffer des
Liberian, die richtige; Hieronymus steht derselben noch näher als cod. Corbei., bei
welchem ann. XXIII aus ann. XXII verderbt sein muss; bei Julius ist umgekehrt die
Ziffer des Hieronymus verderbt, Jahre und Monate im cod. Corb. sind richtig. Bei
Eusebius endlich, wo im cod. Corb. die Ziffer für die Monate fehlt, beruht die Diffe
renz zwischen Hieron. (m. VII) und Liberian, (m. IIII) nur auf handschriftlicher Ver-
derbniss, die hier möglicherweise auch auf Seiten des Liberian, sein könnte.
Jedenfalls weist Hieronymus hier wieder auf eine Liste zurück, die mit der
des Liberianus verwandt, aber weniger correct, und im Wesentlichen mit der zweiten
Quelle des liber Pontificalis identisch ist. Er hat also neben den durch Eusebios
aufbewahrten Listen noch einen römischen Katalog benutzt, welcher
ursprünglich ebenfalls bis Marcellinus ging, ihm aber bereits in einer Fortsetzung bis
*) So habe ich hier aus einem verwandten Kataloge, welchen Montlaucon (opp. Athanasii I,
I p. LXXXIX) mittheilt, hergestellt. Der cod. Corbei. ist hier schon verderbt.

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