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durch das Jahr wieder aus, um welches der Vorgänger Pontians, Urban, höher angesetzt
war. Die Gesamtsumme der Jahre vom Antritte Pontians bis zum Tode des Gajus be
trägt bei Hieronymus 63 Jahre (2250—2313 Abrah.), also ein Jahr weniger als bei
Eusebios, wodurch das überschüssige Jahr für die Zeit von Petrus—Urban (192 für
191) wieder ausgeglichen, die Gesamtzahl der Jahre von Petrus bis Marcellin also
ebenso wie bei Eusebios auf 255 Jahre berechnet wird. Hierdurch bestimmt sich
zugleich die fehlende Ziffer für Xystus II auf 11 Jahre wie in der Kirehengeschichte.
Im Einzelnen weichen auch bei Hieronymus die in Jahren Abrahams ausgedrückten
Intervalle von den Papstjahren um je 1 bis 2 Jahre ab, was sich aber immer wieder
ausgleicht. Die Amtszeiten des Petrus, Cletus, Alexander, Soter, Eleutherus, Zephy-
rinus, Fabianus werden um je 1, die des Dionysius sogar um 3 Jahre, zusammen
um 10 Jahre höher, die des Xystus I, Telesphorus, Cornelius, Stephan, Xystus II,
Felix um je 1, des Clemens und Victor um je 2 Jahre, zusammen um 10 Jahre nie
driger verrechnet als die beigeschriebenen Ziffern verlangen. In einigen Fällen (bei
Xystus I, Telesphorus und Soter) stimmt die Verrechnung mit der in der Chronik
des Eusebios überein; doch sind alle diese Ansätze nur für das synchronistische Ver
fahren des Hieronymus wichtig. Was endlich die gesamte Lage der römischen
Bischofsjahre im spatium historicum betrifft, so beginnt Hieronymus die Papstjahre
drei Jahre später als Eusebios im Chronikon, nämlich 2058 Abr. (42 u. Z.) oder
Claudi II (Chron. Eus. 2053 Abr., 39 u. Z. oder Gai III) und rechnet bis zum An
tritte des Marcellinus herunter auf 2313 Abr. 296 u. Z. oder Diocletiani XII, während
bei Eusebios 2311 Abr. 293 ü. Z. oder Diocletiani VIII gestanden haben muss. Der
Unterschied von drei Jahren für den Anfang der Rechnung wird sich wieder auf den
Einfluss der Kirchengeschichte zurückführen lassen, nach deren Angaben man bei der
Annahme eines 25jährigen römischen Episkopates des Petrus auf 42 aer. Dion, statt
auf 39 zurückkam. Durch den Ansatz der Amtsjahre des Linus, der in der Chronik
14, in der Kirchengeschichte 12 Jahre erhält, mit nur 11 Jahren gleicht sich jene
Differenz von 3 Jahren vorläufig wieder aus, daher der Antritt des Anencletus (oder
Cletus)' mit der eusebianischen Chronik auf 2095 Abr. (Titi I) fällt, was auch von der
Kirchengeschichte, die das zweite Jahr des Titus nennt, nur scheinbar differirt. Das
gegenüber der Kirchengeschichte bei Linus fehlende Jahr wird durch ein Jahr mehr
bei Evarestus compensirt. Im Uebrigen liegen, wie bereits bemerkt, die Kaisergleich
zeitigkeiten der Kirchengeschichte, soweit dieselben benutzt werden konnten, und
nicht die der Chronik zu Grunde.
Noch aber sind die Abweichungen bei Pontianus, Cornelius, Stephanus und
Eutychianus nicht erklärt. Dieselben könnten geringfügig scheinen, gewinnen aber
dadurch kritische Bedeutung, dass sie wieder mit einem lateinischen Kataloge, nämlich
zwar nicht wje oben mit dem hier sehr verderbten felicianischen, aber mit dem
liberianischen (in der Chronik vom Jahre 354 enthaltenen) Papstverzeichnisse

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