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Das Verfahren rücksichtlich der Eintragung und Einordnung der zur Bibliothek hinzuge
kommenen Bücher ist unverändert geblieben. Ueber die von zwei Kieler Buchhändlern neu ge
kauften Zeitschriften wird ein Continuationsbuch geführt, einige (medicinische, philologische und
allgemeine) Zeitschriften der Lesezirkel werden auch vom Buchhändler zu billigen Preisen geliefert»
und in das Continuationsbuch eingetragen. Mit den Buchhändlern werden ausserdem Contrabücher
gehalten. Von jedem hinzugekommenen Buch wird gleich ein Zetteltitel angefertigt, auf dem die
Ordnungsnummer des Buchs■angegeben wird; dann wird der Titel in den alphabetischen und
systematischen Catalog eingetragen, und das Buch, wenn es so weit vollständig ist, mit Verzeichniss
und Angabe der Art des Bindens dem Buchbinder zugestellt.
Die Titelzettel oder Zetteltitel auf einem Blatte in 8° werden in verschiedene Fächer nach
dem Inhalt gelegt, und am Schluss des Jahres wird, nach Ordnung der Zettel, das Accessions-
verzeichniss geschrieben. Die Zettel vertreten also das auf andern Bibliotheken geführte Manuale.
Ueber die Dissertationen und Programme oder libri minores, wie der früher so thätige
Bibliothekar L. Kordes diese Schriften nannte, werden regelmässig, wenn nicht einzelne von be-
sonderm Werth erscheinen, keine Titelzettel angefertigt, sondern sie werden, so weit sie Univer-
sitäts- oder Schulprogramme sind, gleich in die für jede dieser gel. Institute vorhandene Mappe,
chronologisch gelegt und geheftet. Die Dissertationen — theologische, juristische, medicinische,
mathematische, historische, philosophische, sprachliche — werden vorschriftsmässig, zur Ersparung
nicht einzeln gebunden, sondern mehrere werden nach dem Inhalt oder der Universität zusammen
gebunden, nachdem jede einzelne Schrift vorher in die dafür bestimmten Cataloge eingetragen worden.
Die libri minores der classischen Philologie werden ausserdem in den Katalog der griechischen und
lateinischen Classiker eingetragen.
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Nach dem Budget 1866/67 hatte die Universitäts-Bibliothek an Zinsen eines eigenen Kapitals
jährlich 300 $ oder 120 Thlr. Pr. Zur Haltung eines Gehülfen erhielt der Bibliothekar vom Staat
500 -ft, zur Haltung eines Boten 200 für einen Copiisten waren 300 Jft ausgesetzt, also zusammen
400 Thlr. Die Summen waren in früherer Zeit etwas geringer, sie wurden durch Theurungszulage
und Abrundung zu den angegebenen Posten erhöht. Zur Anschaffung von Büchern und der Voll
endung der Catalogarbeiten, zum Binden, zum Heizen etc. sind in dem genannten Budget 6000 ft
und als extraordinarium l(KX) zusammen 2800 Thlr. ausgesetzt. Ausserdem erhielt die Bibliothek
an Recognitioneo bei Anstellung von Professoren, bei Dispensationen vom biennio, durch Theilnahme
an den Inscriptions- und Strafgeldern circa 250 Thlr. und aus dem Fideicommiss der Professorin
Fabricius geb. Ambrosius bis weiter 600 ft oder 240 Thlr. Pr. Von einer Russischen Eisenbahnactie,
welche 1865 der Literat Schilling in Riga schenkte, erhielt die Bibliothek an Zinsen 4 Thlr. 12 Sgr.
Nach der Stiftungsacte des Kamlaschen Stipendii fällt eine Rate dieses Stipendii, wenn der Be
theiligte nicht das zweite Semester in Kiel studirt, oder derselbe sich eine Rüge zuzieht, an die
Bibliothekkasse. Das Stipendiencapital beträgt 6400 Rd. oder 4800 Thlr., die Zinsen zu 4% also
192 Thlr. sind für vier Stipendiaten bestimmt. Die Gesammt-Einnahme betrug also;
120 Thlr.
400 „
»
3815 Thlr.
oder nach Abzug von 400 Thlr. für den Gehülfen, den Boten und den Copiisten 3415 Thlr.

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