Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1868 (Band XV.)

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Schützers haben einen wohlthuenden Eindruck zurückgelassen, und uns die Gewissheit gegeben, dass 
an höchster Stelle die Interessen unserer Universität auf’s Beste gewahrt sind. 
Am 5. März d. J. ging das Kectorat auf den Herrn Prof. Dr. Beckmann über. 
Lüdemann. 
T) Die Universitäts-Bibliothek. 
Aus dem über das Jahr 1868 von dem Unterzeichneten erstatteten handschriftlichen Bericht 
zu dem Accessionsverzeichniss des Jahres 1868. (Die Verweisungen auf das Verzeichniss wurden 
beim Druck dieses Auszugs des Berichts weggelassen.) 
I. 
Ueber den Zuwachs der Bibliothek. 
Auch das verflossene Jahr ist für die Bibliothek reich an Geschenken gewesen. 
Se. Majestät der König, welcher 1867 ein Exemplar von Gruners Schrift über Keplers 
Geburtsort einsenden Hess, geruhte im Jahr 1868 Karstens florae Columbiae specimina, Berolini 
1858--1866, zu schenken. 
Die Bibliothek erhielt mehrere statistische Werke zum Geschenk. Auf eine im August ge 
machte Anfrage des König]. Oberpräsidenten über die an die hiesige Bibliothek von statistischen 
Bureaus gemachten Zusendungen habe ich über die theils gekauften theils geschenkten statistischen 
Werke der hiesigen Bibliothek berichtet. Von dem statistischen Bureau in Kopenhagen, dem belgischen 
Ministerio, den König], sächsischen und hannov. Bureaus, dem Kaiserl. französichen Ministerio dem 
König], Ministerio in Florenz, dem König], holländ. Ministerio, dem König!, statistischen Bureau in 
»Stockholm, dem König], norwegischen Ministerio (durch die Universität zu Christiania), dem statist 
Bureau in Hamburg, der Smithsonian institution in Washington hat die hiesige Bibliothek schon 
früher, von dem König]. Ministerio der geistl. Unterrichts- und Medicinal-Angelegenheiten, besonders 
seit der Vereinigung der Herzogthümer mit Preussen, statistische Zusendungen erhalten. Von dem 
statist. Bureau der Stadt Leipzig erhielt die Bibliothek im verflossenen Jahr die erste Veröffentlichung. 
Ich habe mich bemüht, das statistische Material der Bibliothek zu vervollständigen. Durch 
gütige Vermittelung des Kaiserlich französischen Consuls de Valois erhielt die Bibliothek eine Reihe 
früherer statist. Werke, durch den Kammerherrn von Alten in Oldenburg elf Bände des Grossherzogi. 
oldenb. statist. Bureaus. Von der Zeitschrift des König], preuss. statist. Bureaus, so wie von der 
preuss. Statistik fehlen leider einige Hefte, die zum Theil nicht mehr zu haben sind. Der Regierungs- 
Rath von Bosen schenkte, vor seinem Weggang aus Kiel, 37 Convolute statistischer, meist die Herz^- 
thumer betreffender, Nachrichten aus dem Nachlass seines Vaters, des Kammerherrn von Rosen in 
Segeberg. Von Baden, Bayern, Mecklenburg, Oesterreich, Württemberg, England, Portugal und 
Spanien fehlen der Bibliothek statistische Nachrichten. 
Die Wissenschaft der Statistik hat wohl besonders durch Quetelet grosse Fortschritte gemacht, 
und scheint im I ortschreiten begriffen zu sein. Prof. Oettingen in Dorpat hat davor gewarnt, auf 
dem moralischen Gebiete zu rasche Schlüsse und Gesetze aus den statistischen Angaben zu machen 
und aufzustellen. 
Dem König], Ministerio der geistl. Unterrichts- nnd Medicinal-Angelegenheiten verdankt 
die Bibliothek, ausser den genannten statist. Werken besonders über den Zollverein, die Fortsetzung 
der Expedition nach Ostasien, die Zeitschrift für aegyptische Sprache und Alterthumskunde, Wagner 
Musikalische Ornamentik, und Gurlt Abbildungen zur Krankenpflege im Felde mit Atlas. Dasselbe
	        
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