Full text: (Band XV.)

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tenebris eruere erutamque intellegere non vestros tantum cominilitones, sed quotquot sano sensu 
non destituti sunt studiosos cuiusvis loci aetatis temporis edocuit; denique iusri ac tenacis illius 
viri, qui non hic fortior quam vel Gottingae vel Bonnae vel Francofurti iuris libertatis integri- 
tatis, optimarum in re publica partium vindex cives potissimum Germania dignos exemplo suo, 
auspice vero Musa educare propositum habuit, Friderici Dahlmanni. nec desunt hodie inter nos 
— ubi autem desint? — vel in hac universitate vel in provincia nostra, qui Bonnensi vicissim 
disciplina imbuti saluberrima vel tradere facem istinc acceptam vel saltern suam sibi serva.re 
strenue ac fideliter conentur, 
Accedit vero tali pietatis vinculo multo etiam sanctior communis patriae necessitudo, qua 
fit ut civitatis iure inter nos complexi iam non possimus non omnia fausta invicem nobis com- 
precari. quid mirum igitur quod sacra, quae indixistis quaeque una vobiscum ut per legatos 
obiremus comiter invitavistis, votis nostris pientissimis ainicissisimisque prosequimur, — scilicet 
ut quibus rara Fortunae benignitas impertiit vos bonorum adfluentiam gaudere colere servare 
optima in pace non per lustra tantum, sed per saecula non sine vestra virtute, dei vero impri 
mis optimi maximi gratia contingat. valete! 
Dabamvs Kiliae Mense ivlio anni CIqIqCCCLXVIII. 
Schon im Sommer v. J. beantragte die theol. Facultät eine academische Feier des 
100jährigen Geburtstags Schleiermachers. Das acad. Consistorium stimmte freudig zu, und so ward 
diese Feier am 21. Novbr. in der acad. Aula durch eine Festrede des Kirchenraths Prof. Dr. 
Thomsen begangen, welche in gediegener Darstellung die Persönlichkeit und refbrmatorische Be 
deutung des Gefeierten würdigte. 
Aber wie die Universität gab, so empfing sie auch wieder. Der zwischen ihr und andern 
in- und ausländischen Instituten bestehende Schriftenaustausch führte ihr von wissenschaftlichen 
Academien und Societäten, von Universitäten, von Gymnasien und Realschulen auch in diesem Jahr 
eine grosse Anzahl von Schriften zu. Durch Vermittlung des Königl. Ministern des Innern wurden 
ihr auch die fortgesetzten Arbeiten des statistischen Bureaus in Berlin zugesandt. Eine besonders 
schätzenswerthe Gabe war das von dem verst. Dr. Lucae in Berlin für eine vaterländische Univer 
sität bestimmte, und von der Königl. Staatsregierung durch Vermittlung des Prof. Karsten unserer 
Universität zugewandte Lucae 1 sehe Herbarium, dessen reichhaltiger Inhalt von 40,000 Pflanzen- 
species uns im Sommer v. J., in 14 Kisten übersandt wurde. Das acad. Consistorium hat der 
Königl. Staatsregierung und der Wittwe des verst. Dr. Lucae in besonderer Zuschrift seinen Dank 
dafür ausgesprochen. 
Als ein Zeichen der unserer Universität auch im mächtigen Nachbarreiche jenseits des 
Rheins bewahrten Sympathieen und als ein wichtiges Förderungsmittel culturgeschichtlicher, techno 
logischer und agrarischer Studien haben wir das von der Kaiserl. Commission der Pariser Welt 
ausstellung vom Jahr 1867 unserer Universität im November v. J., zum Geschenk dargebotene, den 
Bericht der internationalen Jury über diese Weltausstellung enthaltende, 13 Bände 
umfassende Werk anzusehen. Durch ein Schreiben des Rectorats wurde der Kaiserl. Commission 
der Dank für dieses werthvolle Geschenk ausgesprochen. Nach einem officiellen Schreiben aus Paris 
vom 23. Dec. v. J. ist dasselbe bereits am 26. Novbr. mit der Bestimmung für Kiel nach Berlin 
abgegangen, und dürfen wir also der Zusendung desselben von daher mit jedem Tage entgegen sehen. 
Nichts konnte aber der Universität erfreulicher sein, als der Besuch Sr. Majestät des Königs 
im September v. J. Die von Sr. Majestät auch ihren Angelegenheiten gewidmete wohlwollende 
Theilnahme, und das auch ihr zugesprochene huldvolle Wort ihres erhabenen und mächtigen Be-
	        
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